Ein Angebot, das man nicht ablehnen hätte sollen…

Batman wollte Pierce Brosnan nicht sein, stattdessen wurde er 007 Bild: Kurt Krieger

Lange Zeit galten Superhelden-Filme als übertriebene, kunterbunte Spektakel für Teenager und Nerds. Doch dann kamen Christopher Nolan und Christian Bale und setzten mit „Batman Begins“ neue Maßstäbe: realistische, vielschichtige Helden mit inneren Nöten, dazu spektakuläre Action auf höchstem technischen Niveau. Mit dieser Formel gingen anschließend Iron Man, Thor und Superman auf Schurkenjagd. Inzwischen beherrschen ganze Heldenteams wie die Avengersund demnächst die Justice League das Kino.

Dank anerkannten Mimen wie Bale oder Robert Downey jr. gelten Superheldenfilme zudem auch als ernstzunehmende schauspielerische Herausforderung. Und so hat nun Pierce Brosnan eine Anekdote aus seiner Vergangenheit preisgegeben, die er lange geheim gehalten hatte. Denn der spätere 007-Darsteller hat 1989 ein Angebot von Tim Burtonerhalten, in dessen „Batman„-Film die Hauptrolle zu spielen, wie er in einem Interview berichtet:

Das soll wohl ein Witz sein?

„Ich habe mich mit Tim getroffen, um über Batman zu sprechen“, so Pierce Brosnan. „Aber ich habe das Ganze absolut nicht ernst genommen, denn ich dachte mir: ‚Ein Typ, der seine Unterhosen über seiner Hose trägt, den kann doch niemand ernst nehmen!‘ Das war meine dumme Sicht damals, ich hielt das alles für Quatsch. Wie sehr kann man sich irren!“

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Dabei war der Ire als Kind selbst ein großer Fan des Dunklen Rächers: „Nicht, dass wir uns missverstehen – ich liebe Batman und bin mit ihm aufgewachsen. Als Kinder haben wir uns immer die Regenjacken im Nacken zusammengebunden, um ein Cape zu haben, und sind dann an Seilen durch den Geräteschuppen geschwungen.“

Doch als Erwachsener wollte sich Brosnan dann lieber nicht mehr im Batman-Kostüm zeigen. So ging die Rolle später an Michael Keaton, der für Tim Burton schon in „Beetlejuice“gespielt hatte. Zwar gehen die Meinungen über die sehr schrille Inszenierung ziemlich auseinander, aber ein Meilenstein der Comic-Geschichte im Kino war der Film allemal.

Und heute ist die Titelrolle in einem Batman-Film so prestigeträchtig, dass große Empörung unter den Fans ausbricht, wenn ein ihrer Meinung nach ungeeigneter Mime die Ehre erhält, als Dunkler Rächer über die Leinwand zu flimmern – so wie im Fall von Ben Affleck, der demnächst in „Batman v Superman: Dawn of Justice“ zu sehen sein wird.

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