Meryl Streep Poster

Was Sie schon immer über die Oscars wissen wollten...

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Nicht einmal die größten Hollywood-Kenner wissen alles über die Academy Awards. Zur 87. Verleihung in der Nacht von Sonntag auf Montag haben wir die häufigsten Fragen zum wichtigsten Film-Event zusammengestellt. Wer diese Antworten kennt, darf sich mit gutem Gewissen Oscar-Experte nennen!

7 Zwerge, 7 Oscars: Walt Disney und Shirley Temple bei der Verleihung 1939

» Wer wurde am häufigsten für einen Oscar nominiert?

Walt Disney, 64 mal. Der Komponist John Williams hält mit 49 mal den Rekord unter den noch lebenden Künstlern (bei fünf Siegen: für “Anatevka“, “Der weiße Hai“, “Krieg der Sterne“, “E.T.” und “Schindlers Liste“).

» Welche/r Darsteller/in wurde am häufigsten nominiert?

Meryl Streep steht seit ihrer diesjährigen Nominierung für “Into the Woods” bei 19. 2003 hatte sie mit der Nominierung für “Adaption” die vorherige Rekordhalterin Katharine Hepburn (12) abgelöst. Hepburn gewann allerdings vier mal den Oscar als Beste Hauptdarstellerin und ist damit die unbestrittene Queen in dieser Kategorie. Streep gewann zweimal den Hauptrollen-Oscar (“Sophies Entscheidung” und “Die eiserne Lady“) und einmal den Preis als beste Nebendarstellerin (“Kramer gegen Kramer“).

» Wer hat die meisten Oscars gewonnen?

Walt Disney, 26, darunter ein Sonder-Oscar 1932 für die Schöpfung von Mickey Mouse und der Irving G. Thalberg Memorial Award, der für langjährige Arbeit an künstlerisch wertvollen Filmen verliehen wird.

Miss Nominations: Meryl Streep

» Woher hat der Oscar seinen Namen?

Wie die goldene Statuette zu ihrem Namen kam, ist nicht genau bekannt. Eine verbreitete Version: Margaret Herrick, die Archivarin und spätere Direktorin der Academy, sagte einmal, dass die Figur sie an ihren Onkel Oscar erinnere. Das kam angeblich einigen Reportern zu Ohren. Andere Insider meinen, dass der Onkel von Bette Davis für den Namen Pate stand.

Jedenfalls benutzte der Kolumnist Sidney Skolsky den Begriff “Oscar” 1934 in seiner Kolumne, als er über Katharine Hepburns Auszeichnung als Beste Hauptdarstellerin in “Morgenrot des Ruhmes” schrieb. Offiziell benutzt die Academy den Namen “Oscar” erst seit 1939.

Bette Davis: War ihr Onkel der Namenspate für den Oscar?

» War der Oscar schon immer aus Gold?

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Statuetten aus Plastik vergeben. Sie wurden später gegen echte Goldjungen ausgetauscht.

» Wer sind die Mitglieder der Academy?

Reguläres Mitglied in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences kann nur werden, wer in seinem Metier höchste Vollendung und Kunstfertigkeit erlangt hat. Derzeit sind 17 Bereiche repräsentiert: Animation, Ausstattung, Casting, Darsteller, Dokumentation, Drehbuch, Kamera, Kostüm, Management, Maske, Musik, Öffentlichkeitsarbeit, Optische Effekte, Produktion, Regie, Schnitt und Ton. Momentan hat die Academy knapp 6000 Mitglieder, die berechtigt sind an der Wahl der Oscar-Gewinner teilzunehmen.

“Mr. 100 Prozent”: Ton-Experte Mark Berger sorgte auch in “Der Englische Patient” für den richtigen Klang

» Wie kommt eine Oscar-Nominierung zustande?

Preise werden alljährlich für herausragende Leistungen in 24 Kategorien vergeben. In den meisten Kategorien werden bis zu fünf Nominierungen ausgesprochen, beim Besten Film sind es seit 2010 bis zu zehn. Um die Nominierungen zu ermitteln, wird eine Abstimmung durchgeführt.

Daran dürfen in jeder Kategorie nur die Mitglieder der Academy teilnehmen, die selbst in dem fraglichen Bereich tätig sind oder waren. Nur Regisseure können also per Wahl die Nominierungen für die beste Regie bestimmen.

Die Nominierungen für den besten nicht-englischsprachigen Film bzw. Kurzfilm werden von Komitees ermittelt, in denen Mitglieder aus allen Bereichen der Academy sitzen. Die Nominierungen für den besten Film werden von allen Mitgliedern der Academy bestimmt.

“Das Piano”: Jane Campion ist eine von vier Damen, die für die Beste Regie nominiert wurden

» Wie werden die Gewinner ermittelt?

Die Academy verschickt Stimmzettel an die knapp 6000 wahlberechtigten Mitglieder. Im Gegensatz zu den Nominierungen dürfen in den meisten Kategorien alle Mitglieder über den Gewinner abstimmen und nicht nur diejenigen, die selbst in der jeweiligen Kategorie tätig sind oder waren.

Die Stimmzettel müssen an einem bestimmten Stichtag (dieses Jahr der 17. Februar, 17 Uhr Ortszeit Los Angeles) wieder in der Academy eintreffen. Die etwa 500 Mitglieder, die nicht in den USA leben, werden eine Woche früher angeschrieben, damit sie genauso viel Zeit für die Abstimmung haben.

Aus den rechtzeitig eingegangenen Stimmzetteln werden die Gewinner ausgezählt, die im Rahmen der Oscar-Nacht (diesmal die Nacht vom 22. auf den 23. Februar) bekannt gegeben werden.

Hitchcock ging trotz der 5. Nominierung auch mit “Psycho” leer aus

» Gibt es jemand, der bei jeder Nominierung auch tatsächlich einen Oscar gewonnen hat?

Mehrere Dutzend Filmschaffende. Den Rekord (vier mal) hält der Tonzauberer Mark Berger mit Oscars für “Apocalypse Now” (1979), “Der Stoff, aus dem die Helden sind” (1983), “Amadeus” (1984) und “Der englische Patient” (1996).

» Hat jemals eine Frau einen Oscar für die beste Regie gewonnen?

Bislang nur eine: Kathryn Bigelow 2010 für “Tödliches Kommando – The Hurt Locker“. Nominiert waren immerhin drei weitere: Lina Wertmüller 1977 für “Sieben Schönheiten“, Jane Campion 1994 für “Das Piano” und Sofia Coppola 2004 für “Lost in Translation“. Campion und Coppola gewannen aber den Oscar für das beste Drehbuch.

“Nirgendwo in Afrika”: Für zwei von 16 deutschen Nominierungen als Bester nicht-englischsprachiger Film zeichnet Caroline Link verantwortlich

» Wie oft wurde Alfred Hitchcock nominiert? Hat er je einen Oscar gewonnen?

Hitchcock wurde fünf mal als Regisseur nominiert: Für “Rebecca” (1940), “Das Rettungsboot” (1944), “Ich kämpfe um dich” (1945), “Das Fenster zum Hof” (1954) und “Psycho” (1960). Gewonnen hat er nie, aber er wurde 1967 mit dem Irving G. Thalberg Award ausgezeichnet.

» Welches Land hat am häufigsten den Oscar für einen nicht-englischsprachigen Film gewonnen?

Italien, elf mal. Den Rekord für die meisten Nominierungen hält Frankreich mit 36. Der letzte deutsche Sieger war 2007 Florian Henckel von DonnersmarcksDas Leben der anderen“, der als insgesamt 16. deutscher Beitrag nominiert war. Gewonnen hatten zuvor Caroline Link 2003 für “Nirgendwo in Afrika” und Volker Schlöndorff 1979 mit seiner Günter Grass-Verfilmung “Die Blechtrommel“.

Tatum O’Neal in “Paper Moon”: Die jüngste “echte” Oscar-Gewinnerin

» Wer war der jüngste Oscar-Gewinner?

Shirley Temple erhielt im Alter von 6 Jahren und 310 Tagen einen Nachwuchs-Sonderpreis. Die jüngste Gewinnerin im Rahmen der normalen Konkurrenz war Tatum O’Neal, die 1974 mit 10 Jahren und 148 Tagen den Oscar als Beste Nebendarstellerin in “Paper Moon” gewann.

» Welche Filme haben alle Oscars in den sogenannten Königskategorien Bester Film, Beste Regie, Beste/r Hauptdarsteller/in und Bestes Drehbuch gewonnen?

Das haben nur drei Filme geschafft: “It Happened One Night” (1934), “Einer flog über das Kuckucksnest” (1975) und “Das Schweigen der Lämmer” (1991).

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