Oscar-Dreikampf zwischen "Gravity", "American Hustle" und "12 Years a Slave"

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Kreisen die meisten Oscars demnächst in der Erdumlaufbahn, stellt sie sich ein Trickbetrüger auf den Kaminsims oder vergolden sie einem Ex-Sklaven die Freiheit?

Je 10 Oscar-Nominierungen für das Space-Drama "Gravity" und die Gaunergroteske "American Hustle", 9 für die bewegende Schicksalsverfilmung "12 Years a Slave" Bild: Warner, Tobis

2013 war ein großartiges Kinojahr mit vielen außergewöhnlichen Filmen. Kein Wunder also, dass die Academy of Motion Picture Arts and Sciences für die Oscar-Verleihung am 3. März keinen klaren Favoriten sieht.

Gleich drei Filme liegen mit jeweils zehn bzw. neun Nominierungen vorne: „Gravity„, „American Hustle“ und „12 Years a Slave„. Unter diesen dreien wird daher wohl auch der Oscar für den besten Film und die beste Regie ausgefochten.

Superstar Sandra Bullock darf sich für ihr bewegendes Porträt einer gestrandeten Astronautin in „Gravity“ zudem Hoffnungen auf den Oscar für die beste Hauptdarstellerin machen, auch wenn sie mit Amy Adams, die für ihre sexy Gaunerin in „American Hustle“ bereits den Golden Globe gewann, und Cate Blanchett als abstürzende Society-Lady in Woody AllensBlue Jasmine“ starke Konkurrenz hat. Meryl Streep schraubte ihren eigenen Oscar-Nominierungsrekord für ihren Auftritt als fiese Matriarchin in „Im August in Osage County“ auf 18 hoch, hat aber dieses Jahr kaum Siegchancen.

Bei den Männern geht es ebenso spannend zu. Hier gibt es gleich vier Favoriten mit Chiwetel Ejiofor im eindringlichen Drama „12 Years a Slave“, Leonardo DiCaprio als gnadenloser Aktienbetrüger in Martin ScorsesesThe Wolf of Wall Street„, Christian Bale in „American Hustle“ als Gauner, der im Auftrag des FBI korrupte Politiker in die Falle locken soll.

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13 Stars, die zusammen mit ihren Kindern in bekannten Filmen auftraten

Und dann ist da noch Matthew McConaughey in „Dallas Buyers Club“ (6 Nominierungen) als texanischer Supermacho, der nach seiner AIDS-Erkrankung zum Aktivisten und Helden der Schwulenszene mutiert, weil er nicht zugelassene Medikamente in die USA schmuggelt. McConaughey hat nicht zuletzt wegen seiner körperlich mitreißenden Performance vermutlich leicht die Nase vorn.

Zudem ist Jared Leto, der McConaugheys Figur als Dragqueen beim großangelegten Vertrieb der Medikamente zur Seite steht, der klare Favorit bei den Nebendarstellern. Lediglich der somalische Schauspieler Barkhad Abdi, der Tom Hanks als Pirat in „Captain Phillips“ die Stirn bietet, hat hier Außenseiterchancen. Daniel Brühl, der für sein Porträt von Formel-1-Legende Niki Lauda in „Rush - Alles für den Sieg“ noch für einen Golden Globe nominiert war, wurde bei den Oscars leider nicht berücksichtigt.

Bei den Golden Globes gewann auch „Panem„-Star Jennifer Lawrence als eifersüchtige und schicksalhafte Frau von Christian Bale in „American Hustle“ für ihre ungewohnt rotzige Darstellung den Preis als beste Nebendarstellerin. Doch bei den Oscars dürfte Lupita Nyong’o die besseren Karten haben als vom gnadenlosen Sklaventreiber Michael Fassbender geplagte Leidensgenossin von Chiwetel Ejiofor in „12 Years a Slave“.

Peter Jacksons

Fans von Kostüm-Epen dürfen indes auf einen Oscar für „Der große Gatsby“ hoffen, vielleicht macht aber auch das Kampfkunst-Epos „The Grandmaster“ hier das Rennen.

In den beiden Drehbuchkategorien gilt die Verfilmung von „12 Years a Slave“ als sicherer Tipp, als Originaldrehbuch wird „American Hustle“ vermutlich triumphieren über das innovative Buch zu „Her“ über einen Mann, der sich in das lernfähige, personalisierte Betriebssystem seines Computers verliebt.

Der deutsche Beitrag „Zwei Leben“ hat eine Nominierung für den Auslands-Oscar leider knapp verpasst, hier wurden Beiträge aus Belgien, Italien, Dänemark, Kambodscha und Palästina nominiert. Bei den Animationsfilmen ist Disneys moderne Märchen-Adaption „Die Eiskönigin - Völlig unverfroren“ wohl Favorit gegen „Die Croods“ und „Ich - Einfach unverbesserlich 2„.

Wer dann am Ende wirklich einen Goldjungen mit nach Hause nehmen darf, das entscheidet sich in der Nacht zum 3. März in Los Angeles, wenn Kult-Komikerin Ellen De Generes nach 2007 zum zweiten Mal durch die wichtigste Gala der Welt führt und die magischen Worte durch das Dolby Theatre hallen „And the Oscar goes to…“

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