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Mehr oder weniger coole Typen

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Meryl Streep Poster
© Kurt Krieger

Man wartet noch. Auf das große Ereignis, auf den großen Film, auf den einen Überflieger, der in der Lage ist, ein ganzes Fest zu elektrisieren - oder wenigstens die alles überschattenden Auftritte von George Clooney vergessen zu machen.

Eindeutig: Gael Garcia Bernal und George Clooney gehören zu den coolen Typen Bild: Kurt Krieger

Terrence Malick

Was sich da in beispiellosen Bilderkaskaden abspielt, ist zwar überwältigend, aber nie aufdringlich. Vielmehr gelingt es dem enigmatischen Filmemacher im Dreiklang aus Bild, Ton und träumerisch eingesprochenen Kommentaren aus dem Off eben nicht von Kolonialismus, dem Zusammenprall der Kulturen oder Zivilisation versus Primitivität zu erzählen.

Bewegend: der Historienfilm "The New World" von Terrence Malick Bild: Warner

Großes Kino nur außer Konkurrenz

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7 Stars, denen gesagt wurde, sie seien zu hässlich für Hollywood

Dem Mann, der sich nach „Der schmale Grat“ gerade einmal sieben Jahre Zeit gelassen hat für seine vierte Regiearbeit in 34 Jahren, geht es um mehr, um etwas, das tiefer liegt.

Und deshalb ging der Film dem Publikum so nahe, auch wenn manch einer das sich treiben lassende Tempo bemängelte oder Esoterik in der Eindringlichkeit entdeckt zu haben glaubte. Papperlapapp: Großes Kino ist das. Aber eben nur außer Konkurrenz, wie auch Michel Gondrys wunderbar verspielter „The Science of Sleep“ - der kindische Begleitfilm zu „Vergiss mein nicht!„, wo es in einem Crescendo verrückter Low-Fi-Ideen weniger um das Wesen der Liebe, als um die Unfähigkeit, seiner Liebe Ausdruck zu verleihen, geht.

Heiße Typen

Ganz feminin: Cillian Murphy in "Breakfast on Pluto" Bild: Sony Pictures

Gael Garcia Bernal

Mehr noch als der nicht minder wunderbare Cillian Murphy, der in „Breakfast on Pluto“ völlig furchtlos einen Transsexuellen spielt - was gut genug war, um den Regierenden Oberbürgermeister Klaus Wowereit um eine Einladung für das Abendessen nach der Premiere nachfragen zu lassen.

Nicht besonders aufregend: "Elementarteilchen"-Hauptdarsteller Christian Ulmen und Moritz Bleibtreu Bild: Kurt Krieger

Keine Poster-Stars im Wettbewerb

Im Wettbewerb sucht man noch nach den Typen, die man sich als Poster an die Wand hängen will. Das von Moritz Bleibtreu und Christian Ulmen gespielte Brüderpaar in Oskar Roehlers merkwürdig schlappen „Elementarteilchen“ jedenfalls ist es nicht, ebenso wenig wie es der von Jürgen Vogel in einem Akt der totalen Veräußerung gespielte Vergewaltiger in „Der freie Wille“ ist oder das ungewöhnliche Freundinnenpaar, das sich in „En soap“ zusammenfindet.

Auch nicht sind es die Damen Lindsay Lohan und Meryl Streep, die in Robert Altmans raffiniertem „A Prairie Home Companion“ im Country-Rhythmus beweisen, dass sich auch im amerikanischen Hinterland Widerstand gegen die Frömmelei des Bush-Amerika regt.

"Slumming", eine bitter-schwarze Komödie mit Michael Ostrowski, Paulus Manker und August Diehl

Feiern statt Trauern

Und August Diehl findet man in Michael GlawoggersSlumming“ zwar super. Aber guten Gewissens warm werden kann man mit dem von ihm kühl gespielten Yuppie-Arschloch nicht, der in einer Winternacht einen ohnmächtigen Penner in sein Auto packt und in Tschechien ohne Pass aussetzt.

Wie man all die Tristesse in den Filmen aushält? Man zieht abends von einer Party zur nächsten. Darüber und über die Traumfrauen des Festivals mehr in der morgigen Berlinale-Kolumne.

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