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Die Oscar FAQs

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Meryl Streep Poster
© Universal

Nicht einmal die größten Hollywood-Kenner wissen wirklich alles über die Academy Awards. Wir haben die häufigsten Fragen zum wichtigsten Film-Event zusammengestellt - denn wer diese Antworten kennt, darf sich mit gutem Gewissen Oscar-Experte nennen.

7 Zwerge, 7 Oscars: Walt Disney und Shirley Temple bei der Verleihung 1939 Bild: Universal

» Wer wurde am häufigsten für einen Oscar nominiert?

Walt Disney, 59-mal. Der Komponist John Williams hält mit 45 den Rekord unter den noch lebenden Künstlern.

» Welche/r Darsteller/in wurde am häufigsten nominiert?

Meryl Streep steht seit ihrer diesjährigen Nominierung als beste Hauptdarstellerin für „Der Teufel trägt Prada“ bei 14. Sie hatte sich lange den Rekord mit Katharine Hepburn (zwölf) geteilt. Hepburn gewann allerdings viermal den Award als beste Hauptdarstellerin und ist damit die unbestrittene Oscar-Queen. Bei den Männern konnte sich Jack Nicholson ebenfalls zwölf Nominierungen sichern, er gewann den Goldjungen dreimal.

Meryl Streep bekam 1982 ihren zweiten Oscar für "Sophies Entscheidung" Bild: Kurt Krieger

» Wer hat die meisten Oscars gewonnen?

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13 Stars, die zusammen mit ihren Kindern in bekannten Filmen auftraten

Walt Disney mit 26, darunter ein Sonder-Oscar 1932 für die Schöpfung von Mickey Mouse und der Irving G. Thalberg Memorial Award.

» Wie kommt eine Oscar-Nominierung zustande?

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences ist die wichtigste US-Vereinigung der Filmschaffenden. Von ihr werden alljährlich Preise für herausragende Leistungen in etwa 25 Kategorien vergeben, daher heißen die Oscars auch „Academy Awards“. Dazu werden in jeder Kategorie bis zu fünf Nominierungen ausgesprochen. Um die Nominierungen zu ermitteln, wird eine Abstimmung durchgeführt. Daran dürfen in jeder Kategorie nur die Mitglieder der Academy teilnehmen, die selbst im fraglichen Bereich tätig sind oder waren. Nur Regisseure können also per Wahl die Nominierungen für die beste Regie bestimmen.

Die Nominierungen für den besten nicht-englischsprachigen Film bzw. Kurzfilm werden von Komitees ermittelt, in denen Mitglieder aus allen Bereichen der Academy sitzen. Die Nominierungen für den besten Film werden von allen Mitgliedern der Academy bestimmt.

Bette Davis: War ihr Onkel der Namenspate für den Oscar? Bild: Warner

» Woher hat der Oscar seinen Namen?

Wie die goldene Statuette zu ihrem Namen kam, ist nicht genau bekannt. Eine verbreitete Version: Margaret Herrick, die Archivarin und spätere Direktorin der Academy, sagte einmal, dass die Figur sie an ihren Onkel Oscar erinnere. Das kam angeblich einigen Reportern zu Ohren. Andere Insider meinen, dass der Onkel von Bette Davis für den Namen Pate stand.

Jedenfalls benutzte der Kolumnist Sidney Skolsky den Begriff „Oscar“ 1934 in seiner Kolumne, als er über Katharine Hepburns Auszeichnung als beste Hauptdarstellerin in „Morgenrot des Ruhmes“ schrieb. Offiziell benutzt die Academy den Namen „Oscar“ erst seit 1939.

» War der Oscar schon immer aus Gold?

Während des Zweiten Weltkriegs wurden Statuetten aus Plastik vergeben. Sie wurden später gegen echte Goldjungen ausgetauscht.

"Mr. 100 Prozent": Ton-Experte Mark Berger sorgte auch in "Der Englische Patient" für den richtigen Klang Bild: Kinowelt

» Gibt es jemand, der bei jeder Nominierung auch tatsächlich einen Oscar gewonnen hat?

Mehrere Dutzend Filmschaffende. Den Rekord mit vier Awards hält der Tonzauberer Mark Berger mit Oscars für „Apocalypse Now“ (1979), „Der Stoff, aus dem die Helden sind“ (1983), „Amadeus“ (1984) und „Der englische Patient“ (1996).

» Wer sind die Mitglieder der Academy?

Reguläres Mitglied in der Academy of Motion Picture Arts and Sciences kann nur werden, wer in seinem Metier „höchste Vollendung und Kunstfertigkeit erlangt hat“. Derzeit sind 14 Bereiche repräsentiert: Animation, Ausstattung, Darsteller, Dokumentation, Drehbuchautoren, Kamera, Management, Musik, Öffentlichkeitsarbeit, Optische Effekte, Produktion, Regie, Schnitt und Ton. Momentan hat die Academy über 5800 Mitglieder, die berechtigt sind, an der Wahl der Oscar-Gewinner teilzunehmen.

Sofia Coppola ist dank "Lost in Translation" eine von drei Damen, die für die beste Regie nominiert wurden Bild: Kurt Krieger

» Wie werden die Oscar-Gewinner ermittelt?

Die Academy verschickt Stimmzettel an die über 5800 wahlberechtigten Mitglieder. Im Gegensatz zu den Nominierungen dürfen in den meisten Kategorien alle Mitglieder über den Gewinner abstimmen und nicht nur diejenigen, die selbst in der jeweiligen Kategorie tätig sind oder waren.

Die Stimmzettel müssen an einem bestimmten Stichtag (dieses Jahr der 20. Februar, 17 Uhr Ortszeit Los Angeles) wieder in der Academy eintreffen. Die etwa 500 Mitglieder, die nicht in den USA leben, werden eine Woche früher angeschrieben, damit sie genauso viel Zeit für die Abstimmung haben.

Aus den rechtzeitig eingegangenen Stimmzetteln werden die Gewinner ausgezählt, die im Rahmen der Oscar-Nacht (diesmal die Nacht vom 25. auf den 26. Februar) bekannt gegeben werden.

Hitchcock ging trotz der fünften Nominierung auch mit "Psycho" leer aus Bild: UIP

» Ist jemals eine Frau für einen Oscar für die beste Regie nominiert worden?

Drei: Sofia Coppola 2003 für „Lost in Translation„, Jane Campion 1993 für „Das Piano“ und Lina Wertmüller 1976 für „Sieben Schönheiten„.

» Wie oft wurde Alfred Hitchcock nominiert? Hat er je einen Oscar gewonnen?

Hitchcock wurde fünfmal als Regisseur nominiert: Für „Rebecca“ (1940), „Das Rettungsboot“ (1944), „Ich kämpfe um dich“ (1945), „Das Fenster zum Hof“ (1954) und „Psycho“ (1960). Gewonnen hat er nie, aber er wurde 1967 mit dem Irving G. Thalberg Award ausgezeichnet.

Doch mit fünf Nominerungen ohne Gewinn ist Hitchcock nicht der einzige Oscar-Pechvogel: Clarence Brown, King Vidor und Robert Altman wurden auch fünfmal nominiert und gingen dabei immer leer aus. Der kürzlich verstorbene Altman erhielt 2006 noch den Ehrenoscar für sein Lebenswerk. Martin Scorsese hatte ebenfalls fünfmal vergeblich auf einen Goldjungen gehofft, bis es nun 2007 für „Departed - Unter Feinden“ endlich soweit war und er für den besten Film und für die beste Regie geehrt wurde.

"Nirgendwo in Afrika": Für zwei von 13 deutschen Nominierungen zeichnet Caroline Link verantwortlich Bild: Constantin

» Welches Land hat am häufigsten den Oscar für einen nicht-englischsprachigen Film gewonnen?

Italien, zehnmal. Den Rekord für die meisten Nominierungen hält Frankreich mit 33. Deutschland war insgesamt 15 mal nominiert, drei Filme erhielten dann auch den Award: Volker Schlöndorffs Günter Grass-Verfilmung „Die Blechtrommel„, Caroline Links Drama „Nirgendwo in Afrika“ und nun 2007 Florian Henckel von Donnersmarcks Stasi-Drama „Das Leben der Anderen„.

» Gibt es spezielle Bedingungen, die ein Film für eine Nominierung erfüllen muss?

Ja. Der Film darf vor seiner Kinopremiere nicht im Fernsehen, auf DVD oder in sonstigen Medien gezeigt werden. Außerdem muss er innerhalb des jeweiligen Oscar-Jahres (01.01. bis 31.12. um Mitternacht) an sieben aufeinanderfolgenden Tagen in einem Kino im Los Angeles County gelaufen sein. Für die Vorstellungen muss Eintritt verlangt worden sein.

Tatum O'Neal in "Paper Moon": die jüngste "echte" Oscar-Gewinnerin Bild: CIC

» In welches Jahr gehört ein Oscar?

Obwohl die Verleihung immer erst im Folgejahr stattfindet, wird der Oscar für einen Film mit der Jahreszahl des jeweiligen Kinojahrgangs angegeben. So erhielt Caroline Link den Preis für „Nirgendwo in Afrika“ zwar bei der 75. Zeremonie am 23. März 2003, es ist jedoch offiziell der Oscar 2002.

» Wer war der jüngste Oscar-Gewinner?

Shirley Temple erhielt im Alter von sechs Jahren und 310 Tagen einen Nachwuchs-Sonderpreis. Die jüngste Gewinnerin im Rahmen der normalen Konkurrenz war Tatum O’Neal, die 1974 mit zehn Jahren und 148 Tagen den Oscar als beste Nebendarstellerin in „Paper Moon“ gewann.

Sieger in den vier Königsklassen: "Einer flog über das Kuckucksnest" Bild: Tobis

» Welche Filme haben Oscars in den wichtigen Kategorien Bester Film, Beste Regie, Beste/r Hauptdarsteller/in und Bestes Drehbuch gewonnen?

Das haben nur drei Filme geschafft: „It Happened One Night“ (1934), „Einer flog über das Kuckucksnest“ (1975) und „Das Schweigen der Lämmer“ (1991).

» Welche Filme haben in der Geschichte der Oscars die meisten Preise gewonnen?

Nach gewonnenen Awards liegen drei Filme gleichauf: Jeweils elf Goldstatuen errangen „Ben Hur“ bei zwölf Nominierungen, „Titanic“ mit 14 Goldchancen und der effizienteste Abräumer „Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs„, der elfmal nominiert war und in all diesen Kategorien gewann.

"Die Rückkehr des Königs" bescherte Peter Jackson den Oscar-Durchmarsch Bild: Neue Visionen

» Seit wann heißt es bei der Preisverleihung nicht mehr „And the winner is“, sondern „And the Oscar goes to“ und warum?

Die Academy hat 1989 offiziell festgestellt, dass es bei der Oscar-Verleihung keine Verlierer - und damit auch keine Gewinner - gibt.

Ab und zu benutzen die Laudatoren allerdings trotzdem - teils aus Spaß, teils aus Gewohnheit - noch die berühmten Worte „And the winner is“.

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