Leben & Werk

Er war mit Josef von Sternberg, Howard Hawks und William Wellman einer der Begründer des amerikanischen Gangsterfilms, dessen frühe Blüte er mit „Der kleine Caesar“, in dem Edward G. Robinson Aufstieg und Fall eines Gangsters verkörperte, 1930 einleitete. Mervyn LeRoy (1900 – 1987) war im Lauf seiner Karriere an über 90 Filmen als Regisseur und Produzent beteiligt und lernte das Handwerk, indem er sich innerhalb des Studiosystems von einer Abteilung in die nächste hocharbeitete: Labortechniker, Kostümbildner, Kameraassistent, Schauspieler und 1927 die erste eigene Regie. 1932 drehte er „Jagd auf James A.“, über die Flucht eines Kettensträflings aus einem Straflager, der großen Einfluss auf den Stil der Warner-Studios hatte. 1933 inszenierte er eines der berühmten, von Busby Berkeley choreographierten Backstage Musicals: „Gold Diggers of 1933“ (mit Ruby Keeler und Ginger Rogers mit nichts als riesigen Dollar-Münzen bekleidet). 1938 wechselte er zu MGM, produzierte „Die Marx Brothers im Zirkus“ und „The Wizard of Oz/Das wunderbare Land“. Er inszenierte Melodramen mit Greer Garson („Blüten im Staub„), die zweite Version von „Little Women“ („Tapfere kleine Jo“, mit Elizabeth Taylor als eine der vier Schwestern) und das Melodram „Waterloo Bridge – Ihr erster Mann“, in dem Vivien Leigh eine Tänzerin spielte, die sich in einen Offizier verliebt, den sie später tot glaubt, worauf sie zur Prostituierten wird und der zurückgekehrte Mann (Robert Taylor) sie verschmäht. Le Roy drehte einen der Anfang der 50er Jahre populären Schwimm- und Ballett-Filme mit Esther Williams („Million Dollar Mermaid“). Sein größter Erfolg der späten Jahre wurde der Monumentalfilm „Quo Vadis?“ (1951), in dem Peter Ustinov als neurotischer Kaiser Nero Rom anzünden lässt. Le Roy inszenierte Natalie Wood als Stripperin in „Gypsy“ und beendete seine Karriere 1965 mit dem Psycho-Thriller „Der Schuss“, in dem Jean Seberg und Honor Blackman („Goldfinger„) spielten.

Filme und Serien

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