Diese Tatsachen hätten eigentlich gar nicht an die Öffentlichkeit kommen sollen.

Inzwischen ist ihm wohl das Lachen vergangen: Schimpfschachtel Mel Gibson Bild: Kurt Krieger

US-Schauspieler und -Regisseur Mel Gibson ist am Wochenende bei einer Straßenkontrolle in Los Angeles wegen überhöhter Geschwindigkeit gestoppt worden. Er war alkoholisiert und ist förmlich ausgerastet.

Zunächst sollte die Öffentlichkeit davon jedoch nichts erfahren. Der Polizeibeamte, der Gibson verhaftet hatte, erhielt die Anweisung, das von ihm angefertigte Protokoll umzuschreiben und Mels Ausraster zu entfernen. Doch dann gelangte das ursprüngliche Protokoll an die Öffentlichkeit.

Demnach soll der 50-Jährige, der nach eigenen Aussagen schon während seines gesamten Erwachsenenlebens unter einem Alkoholproblem zu leiden habe, die Beamten wüst beschimpft und ihnen Gewalt angedroht haben. Laut dem Bericht hat er zudem gegenüber deren weiblicher Kollegin sexistische Äußerungen gemacht und anti-semitische Beschimpfungen losgelassen.

Außer Kontrolle

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Ein Sprecher der Polizeibehörde in Los Angeles hat inzwischen verlauten lassen, dass man bei den Ermittlungen gegen Gibson jeden Beweis heranziehen werde und nichts unter den Tisch gekehrt werden solle: „Wenn dieser Fall vor Gericht kommt, wird über alles gesprochen werden. Nichts wird ausgelassen.“

Auch Gibson hat inzwischen ein Statement veröffentlicht, in dem er sein Verhalten bereut. „Ich habe mich benommen, wie jemand, der völlig außer Kontrolle geraten ist und Dinge gesagt, die ich niemals für wahr halten würde und die verabscheuungswürdig sind“, so der Star kleinlaut. „Ich schäme mich zutiefst für das, was ich gesagt habe, und möchte mich bei den Polizisten für mein aggressives Verhalten entschuldigen.“

Eine Entschuldigung, die Abraham Foxman von der „Anti-Defamation League“ nicht akzeptieren kann. „Mel Gibsons Statement ist ungenügend und zeigt keine Reue. Es trifft einfach nicht den Kern seines Fanatismus und seines Antisemitismus,“ zitiert ein Branchenblatt Foxman. „Seine Schimpftiraden zeigen Gibsons wahres ‚Ich‘. Sie beweisen, dass seine Beteuerungen während der Debatte über seinen Film ‚ Die Passion Christi‚, er sei eine tolerante, liebevolle Person, wertlos gewesen sind.“

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