Alle Bilder und Videos zu Maurice Ronet

Leben & Werk

Niemand in der Filmgeschichte plante und vollzog seinen Selbstmord so kalt und systematisch wie der Alkoholsüchtige in Louis Malles „Das Irrlicht“ (1963). Maurice Ronet (1927 – 1983) spielte ihn mit jener Mischung aus Unbeteiligtheit und Melancholie, mit der er auch 1959 den reichen Playboy Dickie Greenleaf in „Nur die Sonne war Zeuge“ spielte, der von seinem scheinbar besten Freund Tom Ripley (diese Rolle machte Alain Delon berühmt) umgebracht wird. Delon bringt ihn in „Der Swimmingpool“ im titelgebenden Wasserbecken 1968 sogar noch einmal ohne Motiv um. Ronet hatte 1949 im Film debütiert und spielte raffinierte Verführer und Liebhaber, Playboys (Claude Chabrols „Champagnermörder“) und Geheimagenten (Chabrols „Die Straße von Korinth„). Später verlegte er sich auf Großbürger („Der Fall Serrano„, „Ausgerechnet ihr Stiefvater“) und trat in internationalen Ensemblefilmen („Blutspur“) auf. Er war der im Fahrstuhl steckengebliebene Mörder in Louis Malles Debütfilm „Fahrstuhl zum Schafott“ (1957). Ronets einnehmendes Wesen, sein gepflegter Umgangston und seine guten Manieren sowie sein spöttisches Wesen, das stets von Melancholie unterfüttert war, machten ihn zu einem der interessantesten französischen Charakterdarsteller. In „Die Frau des anderen“ war er der Geliebte von Romy Schneider, in „Don Juan ’73“ der von Brigitte Bardot. Ronet studierte neben der Filmarbeit Philosophie und Musik. Er schrieb Drehbücher und führte zwei Mal (1965 und 1977) Regie.

Filme und Serien

Videos und Bilder

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare