Leben & Werk

In den 30er Jahren war er die Verkörperung französischer Lebensart, des „savoir vivre“, in den frühen Tonfilmen Hollywoods, wo er für Ernst Lubitsch und Rouben Mamoulian spielte. Maurice Chevalier (1888 - 1972) fing in den 20er Jahren als Sänger und Entertainer in den Pariser Music-Halls an und wurde mit seiner Partnerin Jeannette MacDonald in amerikanischen Filmoperetten berühmt. Sein liebenswertes, joviales und immer charmant-ironisches Spiel in Filmen wie „Die lustige Witwe“, „Eine Stunde mit dir“ oder „Schloß im Mond“ machten ihn für einige Jahre zum bestbezahlten Star. In „Love me tonight“ singt er das Lied „Mimi“, mit dem er jahrzehntelang identifiziert wurde. In den 30ern spielte er wieder in England und Frankreich, unterbrach seine Karriere im Weltkrieg. 1944 wurde er der Kollaboration bezichtigt, weil er in Deutschland vor französischen Kriegsgefangenen aufgetreten war. Für kurze Zeit waren seine Filme verboten. 1947 trat er als Stummfilmregisseur in René Clairs Klassiker „Schweigen ist Gold“ auf, wo ihm der junge Francois Périer die verehrte Frau ausspannt. 1951 wurde ihm die Einreise in die USA verweigert, da er den Stockholmer Appell zur Ächtung von Atomwaffen unterschrieben hatte. 1958 erhielt er den „Oscar“ „für seinen über ein halbes Jahrhundert währenden Beitrag zur Welt der Unterhaltung“ und wurde in Frankreich als „Maurice nationale“ ein Begriff, wo er als Chansonnier erfolgreicher war, als im Film. Seine Memoiren erschienen 1946 und 1969. Zum letzten Mal erfolgreich war er als alternder Lebemann in Vincente Minnellis Film-Musical „Gigi“ (1958), wo er in seiner lächelnd sorglosen Art das Lied „Thank Heaven for Little Girls“ singt, das Gérard Depardieu in „Daddy Cool“ zum Verhängnis wird.

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Videos und Bilder

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