Matthias Matschke

Matthias Matschke

Leben & Werk

Deutscher Schauspieler. Er machte sich vor allem auf Berliner Bühnen einen Namen, war in tragenden Nebenrollen in Kino- und Fernsehfilmen und in den Komödien “Sonnenallee”, “Soloalbum”, “Liebesluder”, “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” und “Vollidiot” zu sehen. Matthias Matschke verkörpert oft leicht begriffsstutzige Normalos, aber auch verschmitzte Zeitgenossen mit Brille und köstlich schiefer Mimik, wenn ihnen ein Licht aufgeht. Als Ex-Mann von Matriarchin Martina Gedeck ist er in Vanessa Jopps Weihnachtskomödie “Meine schöne Bescherung” für den schönen Satz zuständig: “Ich dachte immer, Sara wird schon schwanger, wenn sie nur das Wort hört.”

In seiner Familie war Schauspieler ein Fremdwort, und so studierte der 1968 in Marburg an der Lahn geborene Matthias Matschke, nachdem er an der Otto-Falckenberg-Schauspielschule in München abgelehnt worden war, zunächst Deutsch und Religion auf Lehramt. Mit 24 Jahren brach er das Studium ab, besuchte eine Schauspielschule in Berlin und absolvierte die Hochschule der Künste Berlin. Er spielte in verschiedenen freien Berliner Theaterprojekten, bis er 1996 an der Volksbühne Berlin ein festes Engagement erhielt. In den Folgejahren war Matschke an den Schauspielhäusern Hamburg, Frankfurt am Main, Zürich und Berlin, in Salzburg und an der Schaubühne Berlin tätig und inszenierte 2004 am Hebbel-Theater Berlin die Bühnenversion von Billy Wilders Filmkomödie “Eins, zwei, drei“.

Parallel zur Bühnenkarriere trat Matschke seit 1995 in rund 30 TV-Produktionen auf, so in den Krimiserien “Polizeiruf 110″, “Der letzte Zeuge”, “Rosa Roth”, “Stolberg”, “Der Kriminalist“, “Soko Köln”, “Küstenwache” und mehreren “Tatort”-Folgen. Wiederkehrende Rollen hatte er in der Serie “Leo – Ein fast perfekter Typ” (13 Folgen 2007) als Erfinder und Ingenieur Rudi, und in der Sat.1-Comedy-Serie “Pastewka” als Bastian Pastewkas Bruder Hagen (14 Folgen seit 2005). Neben Auftritten in Anke Engelkes “Ladykracher” und der “Kurt Krömer Schau” war er in den TV-Filmen “Küss mich, wenn es Liebe ist” (2007), Matthias Glasners Psychothriller “Das Geheimnis der falschen Mutter” (2008, mit Barbara Auer) und Carlo Rolas Biopic der Essener Industriellenfamilie Krupp in “Krupp – Eine deutsche Familie” (2009; AT; mit Iris Berben, Heino Ferch und Barbara Auer) zu sehen.

Matschke gehörte als Sabines Georg zu den Ostberliner Teenies in Leander Haußmanns “Sonnenallee” (1999), zum anarchistischen Filmclub in “Was tun, wenn’s brennt?” (2001), und als Musikredakteur Klaus zu den Kollegen von Matthias Schweighöfer in “Soloalbum” (2002). Er war Polizist Broder in “Vollidiot” (2007) und als Rüdiger Mitbewohner von Benno Fürmann in Haußmanns “Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken” (2007).

Matthias Matschke spielt Geige, Gitarre und Kontrabass.

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