Matthias Habich

Schauspieler
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Leben & Werk

Vom Fernsehstar zum Charakterdarsteller, der als grüblerischer Pianist, eiskalter Soldat, zärtlicher Liebhaber, gleichgültiger Ehemann, strenger Vater, sensibler Emigrant, erfolgreicher Geschäftsmann und introvertierter Schriftsteller die Palette herber Männlichkeit mit unerwarteten Abgründen verkörpert, gehört Matthias Habich zu den renommiertesten deutschen Schauspielern. Häufig ist er in Offiziersrollen zu sehen, so als Freikorpsführer in Volker Schlöndorffs „Der Gnadenschuss“, als Hauptmann in „Die Glorreichen“ als deutscher Gegner von Jean-Paul Belmondo und als General Paulus im Stalingrad-Film „Duell – Enemy at the Gates“ (2000) von Jean-Jacques Annaud.

Matthias Habich wurde 1940 in Danzig geboren, wuchs in Hamburg auf und besuchte die dortige Staatliche Hochschule für Musik und Drama. Er studierte in Paris und in den USA. Er arbeitete an den Münchner Kammerspielen und am Zürcher Schauspielhaus und war drei Jahre Mitglied des Theaterensembles von Peter Brook in Paris.

Habich begann als TV-Star mit den erfolgreichen Mehrteilern „Abenteuerlicher Simplicissimus“ und „Friedrich Freiherr von der Trenck“ (in dessen Neuverfilmung er 2002 einen Gastauftritt hat). Nach dem Knastdrama „Fluchtgefahr“ (TV 1974) wurde er auch im Kino mit seiner ersten Rolle ein Name. In „Der Fangschuss“ (1976) demütigt er die ihn liebende Adelige (Margarethe von Trotta) und gibt ihr den titelgebenden Todesschuss. Habich war Ehemann von Elisabeth Trissenaar in „Die Reinheit des Herzens“, von Susanne von Borsody in Margarethe von Trottas Uwe-Johnson-Verfilmung „Jahrestage“ (TV) und von Iris Berben in „Silberhochzeit“ (TV 2005).

Stoffe aus der deutschen Vergangenheit der Nazi-Ära finden sich in seinem reichhaltigen Repertoire häufig („Der Mädchenkrieg“, „Glut“, „Der Passagier“). Habich spielte den Titelhelden im Mehrteiler „Klemperer – Ein Leben in Deutschland„, der nach den Tagebuchaufzeichnungen des jüdischen Musikers Victor Klemperer entstand, und in zwei Literaturverfilmungen nach Romanen von Nobelpreisträger Günter Grass („Die Rättin“ , „Unkenrufe“).

Unter der Regie von Oscar-Preisträgerin Caroline Link war Habich der einfühlsame Musiklehrer im Kassenerfolg „Jenseits der Stille“ (1995) und der jüdische Emigrant in Kenia in „Nirgendwo in Afrika“ (2001).

Habich wurde für „Das Urteil“ (TV 1997) mit dem Adolf-Grimme-Preis geehrt, für den Mehrteiler „Jahrestage“ mit dem Deutschen Fernsehpreis als Bester Darsteller und für „Nirgendwo in Afrika“ 2002 mit dem Deutschen Filmpreis Lola als Bester Nebendarsteller ausgezeichnet.

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