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Leben & Werk

Deutscher Regisseur, Drehbuchautor und Produzent. In seinen Psychodramen und Thrillern interessiert ihn der „Konflikt zwischen äußerer Zwangsläufigkeit und innerem Chaos“, dem seine Helden unterworfen sind. Regisseur und Drehbuchautor Matthias Glasner setzt auf Vielschichtigkeit der psychologischen Entwicklung, raffiniert konstruierte Plots und setzt die Zuschauer zuweilen einer harten Belastungsprobe aus, die in Grenzbereiche führt. So wurde sein Vergewaltigungsdrama „Der freie Wille„, in dem Jürgen Vogel als Triebtäter keine Kontrolle erlangt, rückfällig wird und sich umbringt, neben „Das Leben der Anderen“ zum meistdiskutierten deutschen Film des Jahres 2006. Im Psychothriller „Das Geheimnis der falschen Mutter“ (ZDF, 2008) entwickelt sich die gern als positive Identifikationsfigur besetzte Barbara Auer als anfangs perfekte Hamburger Mutter im Kampf mit Rivalin Jördis Triebel zur Negativfigur.

Matthias Glasner wurde 1965 in Hamburg geboren und ist seit dem Alter von sechs Jahren begeisterter Kinogänger. Mit acht Jahren dreht er seinen ersten Sußer-8-Kurzfilm. Nach der Schule arbeitete er an der Hamburger Oper und als Filmvorführer, ging für längere Zeit ins Ausland und bereiste Russland und Texas. Es entstanden weitere Kurzfilme („…Mein süßes hässliches Mädchen“, „Schicksal und Zufall“) und das in seinen „Depressionszeiten“ entstandene Drehbuch zum Regiedebüt „Die Mediocren„, das 1994 in vier Wochen für 450.000 Mark entstand. 1995 uraufgeführt, erzählt der Film eine Überkreuz-Liebesgeschichte in einer WG und wird von Glasner als „neo-romantic-fastfood-comedy“ charakterisiert. Der ersten Zusammenarbeit mit Hauptdarsteller Jürgen Vogel folgte 1995 mit „Sexy Sadie“ die lakonische Story vom Tod eines Killers. Beide Filme fallen durchs Cinemascope-Format auf, „Sadie“ ist in Schwarzweiß gedreht. 1996 gründet Glasner die Schwarzweiß Filmproduktion.

Mit dem Berliner Szene-Drama „Fandango“ (1998/2000, mit Nicolette Krebitz und Moritz Bleibtreu) erlitt Glasner kommerziellen Schiffbruch. Er arbeitete fürs Fernsehen an einer „Schimanski“-Folge („Schimanski muss leiden“, 2001, mit Götz George), inszenierte den Politthriller „Das Staatsgeheimnis“ (2001, mit Benno Fürmann) und zwei Episoden der Krimireihe „Eva Blond!“ („Wie das Leben so spielt“, 2004; „Der sechste Sinn“, 2006), in der Corinna Harfouch als modisch unkonventionelle Kommissarin Verbrecher jagt. 2007 entwickelte Glasner die Krimireihe „KDD - Kriminaldauerdienst„, für die er den Pilotfilm und die ersten beiden Episoden inszenierte. Die in Berlin-Kreuzberg spielenden Folgen wurden wegen ihrer Authentizität gelobt. 2008 entstand in Berlin, NRW und Vietnam der melodramatische Thriller „This is Love„, den Glasner mit seiner 2007 mit Jürgen Vogel und Lars Kraume in Berlin gegründeten neuen Firma Badlands produzierte.

Matthias Glasner wurde für „Die Mediocren“ 1996 mit dem C.I.C.A.E. Award des Filmfestivals Angers ausgezeichnet. Für „Der freie Wille“ erhielt er auf der Berlinale 2006 den Preis der Gilde deutscher Filmkunsttheater, Co-Produzent, Co-Drehbuchautor und Hauptdarsteller Jürgen Vogel wurde mit dem Silbernen Bären für die „künstlerische Leistung“ geehrt. „Der freie Wille“ wurde 2007 mit dem Preis des Filmfestivals Triest ausgezeichnet.

Matthias Glasner ist Musiker in der Band Home Sweet Home und landete Mitte der 80er-Jahre mit der Single „Rootless Companions“ einen Hit in Südkorea.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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