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Leben & Werk

Mit dem jugendlichen Charme eines Lausbuben wickelte er in seinen ersten Filmen alle um den Finger, sodass der oft hundsgemeine Charakter seiner Personen nicht weiter auffiel. Auch später überdeckten seine liebenswerten Züge die Bosheit, die er vor allem im Umgang mit Filmfrauen pflegte. Matthew Broderick wurde renommierter Theaterschauspieler mit grundsolider Ausbildung, der im Spielfilmbereich eine wechselhafte Karriere erlebte, die vom frühen Erfolg mit „War Games“ (1983) und „Ferris macht blau“ über Fehlschläge bis zu erneutem Erfolg mit „The Producers“ (2005/06) reicht.

Matthew Broderick wurde 1962 in New York City als Sohn des katholischen Schauspielers James Broderick (Italo-Amerikaner) und der jüdischen Schauspielerin und Schriftstellerin Patricia Biow geboren und besuchte die teure Privatschule Walden School in New York, bekannt für intensive Schauspielkurse. Mit 17 gab Matthew neben seinem Vater sein Bühnendebüt in „On Valentine’s Day“, in dessen Filmadaption „1918“ er 1984 auftrat. Auf der Bühne wurde Broderick vor allem mit Stücken von Neil Simon („Brighton Beach Memoirs“, Biloxi Blues“) ein Name und gewann zwei Tony Awards.

Mit John Badhams Computerthriller „War Games“ landete Broderick 1983 einen Sommerhit, den er im zum Kultfilm gewordenen „Ferris macht blau“ (1986) unter der Regie von John Hughes, in den 80ern Spezialist für Teeniefilme, wiederholte. Zwei Mal spielte er mit Schauspiellegenden, 1989 in der Krimitragikomödie „Family Business“ als Sohn von Dustin Hoffman und Enkel von Sir Sean Connery, dann als Filmstudent und Sohnersatz von Marlon Brando in „The Freshman“ (1990). Broderick war im Bürgerkriegswestern „Glory“ (1989) einer der jüngsten Kommandeure der Filmgeschichte und in Alan Rudolphs „Mrs. Parker und ihr lasterhafter Kreis“ Liebhaber der Schriftstellerin Dorothy Parker (Jennifer Jason Leigh). In den 90ern ohne Kinoerfolg bis auf „The Cable Guy - Die Nervensäge“ (1996), wo er sich mit Jim Carrey einen für den MTV Award „Best Fight“ nominierten erbitterten Kampf liefert, spielte Broderick erst wieder in Roland Emmerichs Echsen-Fantasy „Godzilla“ wieder in einem Blockbuster.

Die Misserfolge von „Election“, Highschool-Satire mit Reese Witherspoon, „Inspector Gadget„, Slapstick um einen mechanischen Supercop, und „Die Frauen von Stepford“, SF-Satire um von Ehemännern als Roboter programmierte Vorstadtfrauen, führten Broderick ans Theater zurück. 2001 ist er in der Adaption von Mel Brooks‘ Spielfilm „The Producers - Frühling für Hitler“ (1967) in einem der erfolgreichsten Broadway-Stücke aller Zeiten in der Produktion von Brooks der gewitzte Buchhalter Leo Bloom, der für einen programmierten Misserfolg sorgen will und mit einem Nazi-Musical das Gegenteil erreicht. Broderick und Co-Star Nathan Lane spielten ihre Rollen in der neuerlichen Filmversion unter der Regie ihrer Theaterregisseurin Susan Stroman und teilten sich im Januar 2006 einen gemeinsamen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.

Broderick ist die Stimme des erwachsenen Löwen Simba im Disney-Trickfilm „Der König der Löwen“ und dessen Fortsetzungen.

1987 wurden Broderick und seine Freundin Jennifer Grey („Dirty Dancing“) während des Irlandurlaubs in einen schweren Autounfall verwickelt, der zwei Frauen (Mutter und Tochter) das Leben kostete und für den es keine Zeugen gab. Im Prozess wurde er zu 175 Dollar verurteilt.

Broderick, der kurz mit Helen Hunt („Besser geht’s nicht“) liiert war, ist seit 1997 mit „Sex and the City“-Serienstar Sarah Jessica Parker verheiratet. Das Paar hat einen Sohn.

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