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Leben & Werk

Mit seinem manieristischen Schauspielstil feinnerviger, verträumter, eleganter, morbider, gelangweilter, belustigter, arroganter, überheblicher, gelassener, selbstgerechter, introvertierter und intellektueller Männer und Callboys, Spieler und Aristokraten fand sich Mathieu Carrière seit Volker Schlöndorffs Robert-Musil-Verfilmung „Der junge Törless“ 1965 mühelos im deutschen und französischen Kino zurecht. Er tummelt sich als einfühlsamer Liebhaber von Brigitte Bardot in „Don Juan 73“ und in zahlreichen Melodramen und Love Stories wie „Blaubart“ oder „La maison des Bories“ erfolgreich auf dem Lande oder in Luxuswohnungen und genießt das Leben in Kunstwelten.

Carrière wurde1950 in Hannover als Arztsohn hugenottischer Abstammung geboren, wuchs in Lübeck auf, besuchte dort dieselbe Schule wie Thomas Mann und wurde von Rolf Thiele für die Mann-Verfilmung „Tonio Kröger“ (1964) entdeckt. Der Erfolg des „Törless“ öffnete ihm wegen seiner Vielseitigkeit die internationale Karriere. Das Flair des Wunderkinds hing ihm lange an, er förderte es selbst durch sein Philosophiestudium in Paris, Drehbücher, Auftritte im Pariser Nachtclub Alcazar mit Hamlet- und Goebbels-Parodien und dem Essay „Für eine Literatur des Krieges, Kleist“ (1981).

Wieder ins deutsche Bewusstsein schreibt sich Carrière mit der Rolle des Callboys in „Die flambierte Frau“ (1983) ein, wo er der erotische Pygmalion für Gudrun Landgrebe wird und sie im Finale in Flammen setzt. 1989 inszenierte er den Zockerfilm „Zugzwang“, der auf autobiografischen Erfahrungen basiert. Carrière war mit der amerikanischen Malerin Jennifer Bartlett verheiratet. 1970 erhielt er den Darstellerpreis in Karlsbad für „La maison des Bories“.

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