Mary Astor

Schauspieler
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Leben & Werk

Amerikanische Schauspielerin (1906-1987) und Oscar-Preisträgerin. Als notorische Lügnerin und seltsam scheue Schurkin Brigid 0’Shaughnessy, die Humphrey Bogart als Privatdetektiv Sam Spade mit Ermittlungen beauftragt, steht Mary Astor in John Hustons Dashiell-Hammett-Adaption „Der Malteser Falke a.k.a. Die Spur des Falken“ (1941) am Beginn des Film Noir. Die berühmte Anfangsszene in Spades Büro gehört zu den meistvariierten, zitierten, kopierten und parodierten der Filmgeschichte. Astor, deren über 40-jährige Karriere 120 Spielfilme und 30 TV-Serien verzeichnet, war eine der schönsten Frauen Hollywoods, die im mittleren Alter coole Ladies mit unerschütterlicher Beherrschung verkörperte, ein turbulentes Privatleben führte und in zwei Autobiografien mit der Filmindustrie abrechnete. Ihren einzigen Oscar erhielt sie 1942 für die Nebenrolle der Rivalin von Bette Davis in der Dreiecksgeschichte „Vertauschtes Glück“.

Mary Astor wurde als Lucille Vasconcellos Langhawke, Tochter einer portugiesischen Mutter und eines deutschen Vaters, beide Lehrer, in Quincy, Illinois, geboren. Sie besuchte die Kenwood-Loring School for Girls, nahm schon als Kind an Schönheitswettbewerben teil und wurde von den Eltern, die nach Los Angeles zogen, in die Filmkarriere gedrängt. Mit 14 Jahre erhielt sie einen Vertrag von Players-Lasky, spielte in 50 Stummfilmen und hatte Erfolge in „Beau Brummel - Glück und Elend des englischen Casanova“ (1924) und „Don Juan - Der große Verführer“ (1926, einer der ersten Filme mit Ton-Passagen). Sie überstand den Übergang zum Tonfilm, spielte in Historienfilmen („Der Gefangene von Zenda“), John Fords Südsee-Katastrophenfilm „…und dann kam der Orkan“ (1937), wurde Vertragsschauspielerin bei Warner Brothers und ging souverän durch Melodramen (William Wylers „Zeit der Liebe, Zeit des Abschieds„), Krimis („Der kleine Gangsterkönig“), Western (das Mormonen-Epos „Treck nach Utah“) und Screwball Comedies (Mitchell Leisens „Enthüllung um Mitternacht“, Preston Sturges‘ „Atemlos nach Florida“ mit Claudette Colbert und Joel McCrea). Mit Bogart spielte sie in John Hustons Agentenfilm „Across the Pacific - Abenteuer in Panama“ (1942).

Nach ihrem Wechsel zu MGM wurde Astor auf die Rollen liebevoller Mütter festgelegt, so von Judy Garland in Vincente Minnellis Musical „Heimweh nach St. Louis“ und Elizabeth Taylor in „Cynthia“ und „Kleine tapfere Joe“. Ungewöhnlich war die Rolle der hartherzigen Prostituierten in „Akt der Gewalt“ (1948). Wegen einer Herzattacke zog sich Astor danach vom Film zurück, verbrachte als Folge ihres Alkoholismus mehrere Jahre in einer Klinik, konvertierte 1951 nach einem Selbstmordversuch zum Katholizismus und nahm 1956 die Karriere mit Gastauftritten in rund 30 TV-Serien wieder auf, darunter „Dr. Kildare“ und die Western-Serie „Rawhide“ (mit Clint Eastwood). Nach einer Nebenrolle in Robert AldrichsWiegenlied für eine Leiche“ (1964, mit Davis) zog sich Astor, die auch auf der Bühne aufgetreten war, vom Film zurück. Astor schrieb vier Romane, ein Kinderbuch und die Memoiren „My Story“ und „A Life on Film“. Sie starb an einem Herzinfarkt in einem Altersheim und wurde auf dem Friedhof von Culver City begraben.

Mary Astor hatte Affären mit Schauspieler John Barrymore und Drehbuchautor George S. Kaufman und war viermal verheiratet. Ihr erster Mann starb bei einem Flugzeugabsturz, drei Ehen wurden geschieden. Sie hatte eine Tochter und einen Sohn. - Mary Astor hat einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame. (geh)

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