Leben & Werk

Schweizer Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Darsteller. Mit unterschiedlichen Filmformaten und Stoffen vertraut, gehört Martin Walz mit Kurzfilmen, TV-Komödien („Die Bademeister„), TV-Thrillern („Apocalypto“) und Kinokomödien („Kondom des Grauens„) zu den versierten deutschsprachigen Regisseuren und Drehbuchautoren. Gelegentlich als Darsteller tätig, fördert er als Produzent junge Talente („Freunde“) und schuf 2007/08 mit der Liebesgeschichte „Märzmelodie“ eine „melodische Liebeskomödie“ um drei Paare. In dem ungewöhnlichen Musical, in dem die Paare mit Schlagern aus sieben Jahrzehnten von Zarah Leander bis Nena lippensynchron ihre Gefühle mit Gesang ausdrücken, gelingt Walz ein dem französischen Kino von Jacques Demy („Die Demoiselles von Rochefort“) und Alain Resnais („Das Leben ist ein Chanson„) vergleichbarer Film-Musik-Streich.

Martin Walz wurde 1964 in Zürich geboren, wuchs im damaligen West-Berlin auf, nahm privaten Schauspielunterricht und war im Schweizer Oscar-Preisträger „Das Boot ist voll“ (1980) und der Ruhrgebiets-Saga „Rote Erde“ (TV 1982) als Darsteller zu sehen. 1986 ging er an die New York University und studierte Kurzfilm, ein Format, das ihn seither durchgehend prägte - allein zwischen 2001 und 2006 entstanden neun Arbeiten, darunter seine Beiträge zu den „99euro-films“ und zum Thema Fußball in „Kurzpässe„.

Aus New York zurück, war Martin Walz 1987 Regieassistent bei Thomas Braschs Holocaust-Drama „The Passenger - Welcome to Germany“ und Dani Levys „RobbyKallePaul“ (1988), wo er den Chef eines Unternehmens spielt. 1991 inszenierte er mit „azka - Die Wette“, ein während einer Zugreise spielendes Beziehungsdrama, sein Spielfilmdebüt. Nach dem Comic von Ralf König entstand sein Drehbuchentwurf für Sönke WortmannsDer bewegte Mann„, der ihm die Regie für die wieder nach einer König-Vorlage entstandene Krimikomödie „Kondom des Grauens“ (1996, mit Peter Lohmeyer und Iris Berben) einbrachte.

Für das Fernsehen inszenierte Walz die Komödie „Die Bademeister - Weiber, saufen, Leben retten“ (mit Michael Bully Herbig und Hilmi Sözer) und den für den Grimme-Preis nominierten Thriller „Apocalypto“ (2000, mit Armin Rhode und Andrea Sawatzki als Bombenentschärfer im Berlin der Jahrtausendwende).

Martin Walz gründete 1998 mit Sigrid Görner und Anne Leppin die Moneypenny Filmproduktion, als deren erste Produktionen Martin Eiglers Drama „Freunde“ (mit Benno Fürmann und Christiane Paul) und „Fremde Freundin“ entstanden. 2001 stellte Walz für das Filmfest Oldenburg den Trailer her.

Für das Drehbuch zum Drama „Liebe Lügen“ (1997, mit Meret Becker) wurde Martin Walz mit dem Hypo-Förderpreis ausgezeichnet.

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