Martin Brest

Producer • Regisseur • Drehbuchautor
Martin Brest Poster

Leben & Werk

Er ist einer der Schauspieler-Regisseure Hollywoods und hatte mit „Der Duft der Frauen“ seinen größten Erfolg. Der jeweils vier Mal für Oscar und Golden Globe nominierte Film brachte Hauptdarsteller Al Pacino 1992 beide Auszeichnungen. Pacino spielte in dem Remake eines italienischen Klassikers von 1975 einen blinden Colonel, der seinen jungen Begleiter in New York mit dem Leben vertraut macht und in einer Schlüsselszene meisterhaft Tango tanzt.

Regisseur und Produzent Martin Brest (geb. 1951) wuchs in der Bronx auf, besuchte die Stuyvesant High School in Manhattan und machte seinen Abschluss an der New Yorker Kunsthochschule. Seinem Regiedebüt 1977 „Hot Tomorrows“ folgte 1979 die kuriose Komödie „Die Rentner-Gang“, in der die alten Herren Art Carney, George Burns und Lee Strasberg eine Bank überfallen und zwei von ihnen nach dem gelungenen Coup mehr oder weniger an den Aufregungen sterben. Der Dritte wandert hinter Gitter.

Brest inszenierte für Eddie Murphy den ersten „Beverly Hills Cop“ um den dauerquasselnden Polizisten und mit Robert De Niro als modernem Kopfgeldjäger und Charles Grodin als Mafia-Buchhalter 1988 „Midnight Run – Fünf Tage bis Mitternacht“, eine Krimikomödie, die eine TV-Serie zur Folge hatte. Mit Anthony Hopkins, Brad Pitt und Claire Forlani entstand 1998 „Rendezvous mit Joe Black„, in dem ein Medientycoon vom blondgelockten Jüngling Tod, der sich in seine Tochter verliebt, abgeholt wird, aber vorher noch sein Imperium ordnen darf.

2003 meldete sich Brest, der sich zwischen seinen Regiearbeiten jeweils vier bis sechs Jahre Zeit lässt, mit der leichten Gangster-Komödie „Liebe mit Risiko“ zurück, in dem das Yellow-Press-Traumpaar Jennifer Lopez und Ben Affleck erstmals gemeinsam vor der Kamera agierte: Damit der Ganove Gigli (Affleck) seinen Auftrag korrekt erledigt, bekommt er eine lesbische Kollegin (Lopez) an die Seite gestellt, in die er sich natürlich prompt verliebt. Nach desaströsen Kritiken in den USA ging der Film, in dem mit Geschlechterrollen gespielt wird und Affleck auch seine weibliche Seite ausleben darf, von Chemie zwischen ihm und Lopez aber nichts zu spüren ist, an den Kinokassen unter.

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