Marion Cotillard

Schauspielerin • Sprecherin
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Leben & Werk

Sie WAR Edith Piaf! Marion Cottilard, französische Film- und Theaterschauspielerin, hat, seit sie 1998 in das „Taxi“ von Samy Nacéri stieg, das französische und internationale Kino mit wagemutigen Rollen als kapriziöse, komplizierte und charmante Verführerin erobert.

Sie ist die Jeanne Moreau ihrer Generation, mit grau-grünen Augen und sexy rauchiger Stimme steht sie für die mysteriöse, eigenwillige Frauenfigur. In „La vie en rose“ spielt sie die Chansonsängerin Edith Piaf – die Rolle ihres Lebens. In dem Film, der seine Welturaufführung als Eröffnungsfilm der Berlinale 2007 feiert, singt Cotillard selbst. Die Rolle hat ihr einen Oscar als Beste Darstellerin eingebracht – bemerkenswert für eine Darstellerin in einem französischen Film. Der Gesangsunterricht, den sie für „Les jolies choses“ nahm, wo sie zwei Lieder sang, und ihre raue Pariser Stimme kamen ihr dabei zu Gute.

Marion Cotillard wurde 1975 in Paris in eine Schauspielerfamilie geboren und war, wann immer Kleinkinder und Mädchen auf der Bühne ihres Vaters gebraucht wurden, zur Stelle. Mit sechs Jahren spielte sie in zwei Fernsehfilmen. Fern von Paris nahm sie Schauspielunterricht in Orléans, wo sie 1994 mit dem Prix du Conservatoire d’Art Dramatique d’Orléans ausgezeichnet wurde.

Im selben Jahr gab sie ihr Kinodebüt im Liebesfilm „L’histoire du garcon qui voulait qu’on l‘ embrasse“. Ihre Filmkarriere stagnierte, bis sie 1997 als flotte Generalstochter Lilly und freche eifersüchtige Freundin von Taxifahrer Samy Nacéri in dem von Luc Besson produzierten und geschriebenen und von Gérard Pirès inszenierten Millionenerfolg „Taxi“ spielte. Cotillards energische, temperamentvolle Lilly verhalf auch den Fortsetzungen „Taxi 2“ (2000) und „Taxi 3“ (2003) zum Erfolg.

Seitdem arbeitet Cotillard international, sucht ihre Rollen nach dem eigenen Geschmack aus. Sie spielte die Doppelrolle zweier eineiiger Zwillingsschwestern und Sängerinnen in „Les jolies choses“ (2001), riskierte als Sophie mit immer gefährlicheren Liebesproben die Beziehung zu ihrem Freund in „Liebe mich, wenn du dich traust“ (Belgien 2003), war an der Seite von Jeanne Moreau in der Kriegsromanze „Lisa“ (2001), im französischen Thriller „Une affaire privée“ (2002), als Krankenschwester in „Black Box“ (2005) und als Josephine in Tim Burtons „Big Fish“ (2003) zu sehen. Zum TV-Dauerbrenner wurde der an die Arbeiten von Sébastien Japrisot erinnernde, spannende Thriller „Flucht durch Nizza“ (2001), wo sie als Mordverdächtige gehetzt wird.

Für Jean-Pierre Jeunets „Mathilde“ (2004), wo sie als Hure Tina Lombardi im Ersten Weltkrieg die Schuldigen am Tod ihres Geliebten sucht und ermordet, wurde Marion Cotillard 2005 mit dem César als Beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Es folgten 2005/06 sieben weitere Filme, darunter Ridley Scotts Provence-Komödie „Ein gutes Jahr“.

Marion Cotillard war 1998 für „Taxi“ und 2001 für „Les jolies choses“ für den César nominiert. 2000 wurde sie als Beste Newcomerin in Caubourg für „Taxi 2“ ausgezeichnet und gewann 2003 für „Liebe mich, wenn du dich traust“ den Preis als Beste Darstellerin auf dem Newport Beach Festival.

In Michael Manns Gangster-Epos „Public Enemies“ bestach sie als große Liebe des legendären John Dillinger (Johnny Depp) und brachte in Christopher Nolans bahnbrechender SciFi-Mystery „Inception“ Leonardo DiCaprio als dessen allgegenwärtige verstorbene Frau aus dem Konzept.

In Woody Allens Liebeserklärung an die Seine-Metropole „Midnight in Paris“ gibt sie nun eine zeitlose Muse, die Hauptdarsteller Owen Wilsons Blick auf das Leben nachhaltig verändert. Aktuell gehört sie zum Staraufgebot, das sich in Steven Soderberghs Pandemie-Thriller „Contagion“ gegen einen weltweit um sich greifenden Virus stemmt.

Marion Cotillard ist im Umweltschutz für Greenpeace engagiert und beteiligte sich 2005 an einem Projekt, das auf die globale Erderwärmung aufmerksam machte.

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