An ihm scheiden sich die Geister: Während tausende Fans ins Berliner Olympiastadion pilgern, halten andere Mario Barth für einen der Hauptverantwortlichen für das humoristische Ansehen unseres Landes im Ausland. „Mario Barth deckt auf“ heißt die aktuelle Sendung des selbsternannten Enthüllers und die fährt für RTL immer noch starke Quoten ein. Dennoch hagelt es für die Ausgabe vom 14. März 2018 Kritik.

Mario Barth hat es sich in den letzten Jahren zur Aufgabe gemacht, Missstände in Deutschland comedytauglich aufzudecken. Besonders die Verschwendung von Steuergeldern ist dem gebürtigen Berliner ein Dorn im Auge, doch auch andere Verfehlungen kommen in seiner Sendung zur Sprache. Am Mittwoch, den 14. März 2018 machte sich der Komiker unter anderem über die Sicherheitsvorkehrungen in der Berliner Justizvollzugsanstalt Plötzensee lustig, aus der immer wieder Gefangene ausbrechen. Mario Barth kritisierte dabei eine Stellungnahme des Anstaltsleiters Dr. Uwe Meyer-Odewald, der sinngemäß erklärte, dass es durchaus passieren könne, dass Häftlinge über einen längeren Zeitraum unbemerkt ein Loch in die Außenmauer des Gefängnisses schlagen können, um dies später zur Flucht zu nutzen.

Bei aller berechtigter Kritik an den Zuständen in Plötzensee äffte Mario Barth während seines Beitrags Dr. Uwe Meyer-Odewald nach, ohne zu wissen, dass dieser tatsächlich eine Sprachbehinderung hat. Wie der NDR berichtet, haben die Verantwortlichen von RTL bereits reagiert. So habe man über die sprachlichen Defizite des Anstaltsleiters nichts gewusst. Neben einer persönlichen Entschuldigung wird sich Mario Barth in der nächsten, im Herbst ausgestrahlten Sendung auch öffentlich für seinen misslungenen Gag entschuldigen.

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Vorfall bei „Mario Barth deckt auf“ weckt Erinnerungen an die „heute show“

Mit seinem Fehltritt ist Mario Barth nicht allein. Vor einiger Zeit geriet Oliver Welke in die Kritik, nachdem er sich in der „heute show“ über einen stotternden AfD-Politiker lustig machte. Auch er beteuerte, von der Sprachbehinderung des Mannes im Vorfeld nichts gewusst zu haben und entschuldigte sich öffentlich dafür, über dessen Stottern Witze gemacht zu haben.

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