Maribel Verdú

Schauspielerin
Maribel Verdú Poster

Leben & Werk

Spanische Schauspielerin. Attraktiv, ausdrucksstark und erotisch hat Maribel Verdú das spanische Kino mit Rollen starker, sexy und selbstbewusster junger Frauen geprägt und als Drogenabhängige, Träumerin, Haushälterin, Geliebte, Mutter und Herzogin von Alba Eindruck hinterlassen. Vier Jahre älter als Penélope Cruz, mit der sie in „Belle Epoque“ und „La Celestina“ spielte, ging sie nicht nach Hollywood, sondern wirkte in chilenischen („El entusiasmo„) und mexikanischen („Y tu mamá, también?“) Filmen mit. In Guillermo del Toros Fantasy-Meisterwerk „Pans Labyrinth“ (2006) ist sie die furchtlose Partisanin und Haushälterin Mercedes, in Francis Ford Coppolas „Tetro“ (2009) Miranda, die Geliebte von Schriftsteller Tetro. Für die Rolle der alleinerziehenden Mutter Angela, die sich in „Siete mesas de bilar francés (Sieben Billardtische)“ mit einer Billardhalle eine neue Existenz aufbauen will, wurde sie 2008 mit dem Goya als Beste Schauspielerin ausgezeichnet.

Maribel Verdú wurde 1970 in Madrid geboren, mit dreizehn Jahren von einer Modelagentur entdeckt und trat in Werbespots auf. Nach ihrem Filmdebüt als Manolita in „El crimen del Capitán Sanchez“ (TV 1984) gab sie die Schule auf. Seither hat die charismatische Schauspielerin in rund 70 Filmen gespielt. In „27 horas“ (1986) gehörte sie zum Trio der Drogenabhängigen, deren letzte Stunden der katalanische Film erzählt. In Fernando Truebas „Das Jahr der Aufklärung“ (1987) spielte sie erstmals jenes aparte und bezaubernde Mädchen aus dem Dorf, das die Männer verwirrt, und das sie in Vicente Arandas Erotik-Krimi „Amantes“ (1991, mit Victoria Abril) und in Truebas entzückendem Sommerfrischefilm „Belle Epoque“ (1992) wirkungsvoll variierte. Am Ende eines Jahrzehnts, in dem sie Claudia, die Geliebte von Javier Bardem in Bigas Lunas Macho-Studie „Huevas de oro“ (1993), die sehbehinderte schwangere Maria in „La buena estrella (Guter Stern)“ (1997), die Rivalin von Cruz in der Verwechslungskomödie „La Celestina“ (1996) und Maria, Geliebte von Torero Manuel (Olivier Martinez) in „Toreros“ (2000) war, krönte Verdú ihre Karriere mit der Rolle der verführerischen Herzogin von Alba in Carlos Sauras Biopic „Goya“ (1999).

Seit der Milleniumwende war Verdú Titelheldin der Comic-Adaption „Ralf Königs Lysistrata“ (2002), die Aristophanes‘ Geschlechterkrieg schwul umdeutet, und ging mit Carmen Maura in „El Palo – Vier Frauen gegen eine Bank“ (2001) erfolgreich auf Bankraub. Im chilenischen Road Movie und Familiendrama „El entusiasmo“ (2000) wird sie von zwei Männern geliebt, in Alfonso Cuaróns Road Movie „Y tu mamá también?“ (2001) verführt sie als Luisa zwei zehn Jahre jüngere Freunde (Gael Garcia Bernal, Diego Luna). 2007 war Verdú außer in „Siete mesas…“, im Thriller „El nino de barro“ Mutter des mordverdächtigen zehnjährigen Mateo, in der Stefan-Zweig-Adaption „Oviedo Express“ Theaterschauspielerin und in „La Zona“ Mutter von Teenager Alejandro. In „Los girasoles ciegos“ (2008) versteckt sie im Krieg ihren Mann und einen Priester im Wandschrank.

Maribel Verdú war sechs Mal für den Goya nominiert, erhielt ihn für „Siete…“. Zu ihren 14 Filmpreisen zählen der mexikanische Ariel Award („Pans Labyrinth“), der Ehrenpreis des Lateinamerikanischen Filmfestivals Huelva, der MTV Movie Award Lateinamerika („Y tu mamá…“) und der Premio Sant Jordi als Beste spanische Schauspielerin für „La Zona“.

Maribel Verdú ist mit Pedro Larranaga verheiratet.

Filme und Serien

Bilder

News und Stories

Kommentare