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Leben & Werk

Portugiesische Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin. Maria de Medeiros, Portugals berühmtester Filmexport, hat seit ihrem Filmdebüt 1980 in über 80 Filmen (incl. TV, Serien, Kurzfilme) in Haupt- und Nebenrollen mitgewirkt, vornehmlich in unabhängigen Produktionen und in französischen und portugiesischen Filmen gespielt und in den USA, Kanada, Italien, Deutschland, Brasilien, Chile, Spanien und Litauen gedreht. Die bildschöne dunkelhaarige Schauspielerin mit der zerbrechlich wirkenden Figur und den großen intensiven Augen wurde ein Name, als sie 1990 als Henry Millers Geliebte Anais Nin in Philip Kaufmanns „Henry & June“ in erotischen Liebesszenen mit Brigitte Lahaie, Uma Thurman und Fred Ward auffiel. Weltberühmt wurde sie als Geliebte von Boxer Butch (Bruce Willis) in Quentin Tarantinos „Pulp Fiction“ (1994).

Maria Ferreira Esteves de Medeiros e Almeida wurde 1965 in Lissabon in eine Künstlerfamilie geboren, ging im Französischen Gymnasium der Stadt zur Schule und begann mit Theaterarbeit, die sie 1984 nach Paris an die Ecole Nationale Supérieure des Arts et Techniques führte. Medeiros absolvierte das Conservatoire National des Arts Dramatiques, wurde Star französischer Bühnen und Trägerin des renommierten Gérard-Philippe-Preises. In den 1980er-Jahren war sie nur in wenigen Filmen zu sehen, um 1990 fiel der Startschuss der Filmkarriere, als sie in „Henry & June“, Manoel de Oliveiras allegorischer Gesellschaftssatire „Göttliche Komödie“ und in Teresa Villaverdes Familiendrama „Am Ende einer Kindheit“ zu sehen war. Die Zusammenarbeit mit Villaverde brachte ihr 1994 in der Hauptrolle der vereinsamt in Lissabon lebenden Maria in „Tres irmaos - Geschwister“ die Coppa Volpi, den Darstellerpreis in Venedig ein.

Medeiros gehörte zum Ensemble von Istvan Szabos Tragikomödie „Zauber der Venus“ und war Friseuse in „Mein Leben ohne mich“ (2003). In den spanischen Komödien „Macho“ (Regie: Bigas Luna) und „Airbag“ und in Robert Lepages Film-im-Film-Thriller „Der Polygraph“ war sie als fragile und eigenwillige Geliebte zu sehen, zuletzt als Narcissa in Guy Maddins surrealistischem Musical-Melodram „The Saddest Music in the World“ (2004), wo sie im weißen Pelz fotogen den Tod im Schnee findet. Maria de Medeiros trat in französischen Komödien auf und spielte die Suzy in der TV-Serie „Venus & Apoll“ (2004), die, basierend auf Tonie Marshalls Komödie „Schöne Venus„, die Schicksale von vier Frauen eines Schönheitssalons in Paris verfolgt. 2006 gehörte sie zu den Freunden, die in Alexander Hahns „Midsummer Madness“ die Sonnenwende in Litauen erleben.

Maria de Medeiros hat mehrere Kurzfilme inszeniert, steuerte eine Episode zu dem anlässlich der 450-Jahr-Feier von Sao Paulo entstandenen Film „Bem-Vindo a Sao Paulo“ (2004) bei und inszenierte 2000 mit „Capitaes de Abril - Nelken für die Freiheit“ ihren ersten Spielfilm, der die Ereignisse der 24 Stunden in Lissabon erzählt, die zur Revolution von 1974 führten (Preis der Jury Sao Paulo, Zuschauerpreis Bordeaux). Ihr in Cannes 2004 gedrehter Interview-Dokumentarfilm „Je t‘ aime moi non plus“ thematisiert die Hassliebe von Regisseuren und Filmkritikern.

1995 wurde Maria de Medeiros für „Adam e Eva“ mit dem portugiesischen Globo de Oro ausgezeichnet, 2002 für den Science-Fiction-Thriller „Stranded: Naufragos“, wo sie als Astronautin auf dem Mars strandet, als beste Darstellerin des Fantafestivals. 2001 war sie Präsidentin der Caméra d‘ 0r-Jury in Cannes.

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