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Leben & Werk

Deutsche Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin. Maren Ade steht für eine junge Generation deutscher Filmemacherinnen, die bekannte und dauerhafte Themen auf aufregend innovative Weise behandeln, seien es Liebesbeziehungen, Partnerprobleme, Identitätssuchen, Einsamkeit oder Unfähigkeit zur Kommunikation. Viele ihrer Figuren tragen persönliche Probleme und private Sackgassen nicht nur im Kopf, sondern symbolisch im Rucksack mit sich herum, wie das junge Paar im Urlaub auf Sardinien in „Alle Anderen“, mit dem Maren Ade den Großen Preis der Jury der Berlinale 2009 gewann.

Maren Ade wurde 1976 in Karlsuhe geboren, experimentierte als Teenager mit Videofilmen und studierte von 1998-2004 an der Hochschule für Fernsehen und Film in München Regie. Während des Studiums gründete Ade mit Kommilitonin Janine Jackowski 2000 die Firma Komplizen Film, inszenierte drei Kurzfilme und den einminütigen Social Spot „El condor no pasa - Ein Beitrag zur deutschen Leitkultur“. Ade produzierte außer den eigenen Filmen den Spielfilm „Hotel Very Welcome“ (2007) ihrer Studienkollegin Sonja Heiss, die fünf Backpacker und Aussteiger auf Zeit im Urlaub in Asien beobachtet. Ade legt Wert auf lange Probezeit und Diskussionen vor dem Dreh und lässt sich von anderen Filmen inspirieren. Zu ihren „nachgeholten“ Inspirationen gehören Arbeiten von John Cassavetes, Michelangelo Antonioni, Maurice Pialat, Rainer Werner Fassbinder, Jacques Doillon und Jean-Luc Godards „Die Verachtung“ (1962).

In Ades Kurzfilm „Ebene 9“ (2000) treffen sich Nina (Laura Tonke) und Gregor (Frank Giering) nach Jahren auf einer Party wieder und beginnen in der Tiefgarage ein gefährliches Rollenspiel. Ades erster langer Spielfilm „Der Wald vor lauter Bäumen“ (2003) folgt einer jungen schwäbischen Lehrerin aus der Provinz (Eva Löbau), die an eine Realschule in Karlsruhe frischen Wind bringen will, aber an Schülern, Kollegen und Freunden scheitert und sich bis zur Selbsterniedrigung in einem Kreislauf aus Lügen und falschen Hoffnungen verstrickt. In „Alle Anderen“ wird das junge Paar Gitti (Birgit Minichmayr) und Chris (Lars Eidinger) im Sommerurlaub durch die Begegnung mit einem erfolgreichen Paar auf die Risse in der Fassade der eigenen Beziehung aufmerksam und durchlebt zwischen Quälerei und Machtkämpfen die Ohnmacht eigener Sehnsüchte und die schwierige Suche nach einer Identität.

Maren Ade ist mit Regisseur Ulrich Köhler („Montag kommen die Fenster„) liiert und lebt in Berlin.

„Ebene 9“ wurde mit dem Max-Ophüls-Preis ausgezeichnet, „Der Wald vor lauter Bäumen“ gewann 2005 den Spezialpreis der Jury in Sundance, den Goldenen Mond in Valencia und den Jurypreis in Newport. „Alle Anderen“ wurde auf dem Frauenfilmfestival Dortmund 2009 mit dem Regiepreis ausgezeichnet, Birgit Minichmayr erhielt den Silbernen Bären als Beste Darstellerin der Berlinale.

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Videos und Bilder

News und Stories

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