Mareike Carrière

Schauspielerin
Mareike Carrière Poster
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Leben & Werk

Mareike Carrière wurde Mitte der 1980er-Jahre als Streifenpolizistin Ellen Wegener in der Vorabendserie „Großstadtrevier“ populär. Serienfans kennen die Film- und Fernsehschauspielerin außerdem als Dr. Kathrin Brockmann aus der „Praxis Bülowbogen“.

Mareike Carrière wurde am 26. Juli 1954 als Tochter eines Psychiaters in Hannover geboren. Aufgewachsen ist sie gemeinsam mit den älteren Brüdern Mathieu und Till, der sich 1979 das Leben nahm, in Lübeck. Dort sammelte sie als Kinderdarstellerin erste Erfahrungen auf der Bühne. Außerdem nahm Mareike Carrière Ballettunterricht. Mit 16 Jahren begann sie eine Ausbildung an der Lübecker Schauspielschule. Danach machte sie ihr Abitur, zog nach Paris und studierte an der Sorbonne Englisch und Französisch. Das Studium schloss sie als diplomierte Übersetzerin ab. Doch nicht das Übersetzen, sondern die Schauspielerei wurde ihr Beruf. 1977 gab Mareike Carrière ihr Kinodebüt in Bernhard Sinkels Historienfilm „Taugenichts“. Im gleichen Jahr folgte „Un second souffle“ („Ein Mann kommt in die Jahre“) unter der Regie von Gérard Blain. 1979 spielte die noch unbekannte Schauspielerin eine Hauptrolle in Eberhard Schuberts Fernsehspiel „Flamme empor“. Für ihre darstellerische Leistung in dem Pubertätsdrama erhielt sie den Kritikerpreis. 1980 kehrte Mareike Carrière zurück nach Deutschland und ließ sich in Berlin nieder. Sie übernahm verschiedene Fernsehengagements. So war sie in Bernhard Sinkels TV-Fünfteiler „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ (1980) als Olympia zu sehen sowie in Frank Beyers Fernsehspiel „Zweite Haut“ (1981). Ihre erste Serienrolle machte die Schauspielerin schließlich einem breiten Publikum bekannt. Als Ellen Wegener, übrigens die erste Polizistin im deutschen Fernsehen, ging sie von 1984 bis 1993 im „Großstadtrevier“ auf Streife. 1986 übernahm Mareike Carrière eine zweite, ebenfalls sehr populäre Serienrolle als Dr. Katrin Brockmann, die 96 Folgen lang neben ihrem Vater Dr. Peter Brockmann alias Günther Pfitzmann in der „Praxis Bülowbogen“ praktizierte. Parallel dazu spielte sie neben Gudrun Landgrebe und Bruder Mathieu in der deutsch-ungarischen Kinoproduktion „Yerma“ (1984) mit. Weitere Kinofilme wie „Mary Ward“ (1985), „Die Tänzerin“ (1988), „Zugzwang“ (1989), das Regie-Debüt ihre Bruders Mathieu Carrière, sowie, „The Rosegarden“ (1989) unter der Regie von Fons Rademakers und weitere deutsche wie internationale TV-Produktionen folgten. So war die deutsche Schauspielerin 1995/96 in der italienischen Mini-Serie „L’Avvocate delle donne“ zu sehen. 1996 wurde ihr die Rolle der Lehrerin und späteren Schuldirektorin Vera Herzog in der Jugendserie „Die Schule am See“ (1997 bis 2000) auf den Leib geschrieben. 2001 glänzte Mareike Carrière neben Christian Kohlund in dem sensibel inszenierten Flüchtlingsdrama „Das Mädchen aus der Fremde“. Von einer ganz anderen Seite zeigte sie sich ab 2003 in der Comedy-Serie „Was nicht passt, wird passend gemacht“, in der sie als Gerda Wiesenkamp die resolute Chefin eines Bautrupps gab. Neben ihrer kontinuierlichen TV-Präsenz fand Mareike Carrière 2007 den Weg zurück auf die Theaterbühne. Im Stück „Die 7 Todsünden“ war sie im Theater am Kudamm und im Hamburger Theater Komödie Winterhuder Fährhaus zu sehen.

Immer wieder versuchte die vielseitige Schauspielerin aber auch ganz neue Wege einzuschlagen. So ließ sie sich zur Atemtherapeutin ausbilden und bot Präsenz- und Veränderungscoachings an. Außerdem engagierte sie sich als Repräsentantin der UNICEF.

Am 16. März 2014 verstarb Mareike Carriere im Alter von 59 Jahren. Sie war an Krebs erkrankt. Zu einer ihrer letzten Arbeiten gehörte die „Frühlings“-Reihe im ZDF. Film Nr. 5 mit dem Arbeitstitle „Winterfrühling“ wurde erst am 12. März abgedreht, Film Nr. 4, „Einmal Frühling und zurück“ hat eine Woche nach dem Tod Carrières seine TV-Premiere.

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