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Marco Risi

Producer • Regisseur • Drehbuchautor

Leben & Werk

Der Sohn des italienischen Komödienspezialisten Dino Risi („Der Duft der Frauen“) machte 1989/90 mit den Filmen „Für immer Mery“ und „Überleben in Palermo“ international Furore. Der erste Film erzählt von einem Lehrer (Michele Placido, „Allein gegen die Mafia„), der in einem sizilianischen Jugendgefängnis aufopfernd um eine Gruppe junger Kleinkrimineller aus den Elendsvierteln von Palermo kämpft, in deren Mittelpunkt der Transvestit Mery steht, und ihnen nicht aus dem Teufelskreis von Elend, Gewalt und Kriminalität helfen kann. Er wird an eine andere Schule versetzt. Der krasse unerbittliche Realismus des nach einem Tatsachenberichts entstandenen Films in der Tradition von Luis Bunuels „Los Olvidados - Die Vergessenen“ und Pier Paolo Pasolinis „Accatone“ setzte sich im Folgefilm fort, der die Jugendlichen sieben Jahre weiter verfolgt, wie sie als Straßenjungen ins soziale Abseits geraten. Die mit Laiendarstellern gedrehten Filme weisen einen starken Realitätsbezug auf, insofern sich für die Jungen nichts änderte, die alle nach dem Dreh in Arbeitslosigkeit zurückfielen. Marco Risi hatte 1985 mit der Romanze „Vom Blitz getroffen“, über einen Traumtänzer, der durch eine Elfjährige ins Gefühlschaos getrieben wird, debütiert. Sein Film „Das letzte Silvester“ (1998), über die Schicksale der Bewohner des Wohnviertels „Die Insel“, die von der titelgebenden Feier in tödliche Ereignisse geraten, war in Deutschland nur innerhalb der vom italienischen Fremdenverkehrsverband und der Agentur zur Förderung des italienischen Films unter der Schirmherrschaft der Berlinale veranstalteten Sonderreihe zu sehen, die durch einige Städte tourte.

Filme und Serien

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