Bilderstrecke starten(43 Bilder)
Alle Bilder und Videos zu Marcello Mastroianni

Leben & Werk

Weit mehr als das Urbild des Latin Lover, ist Marcello Mastroianni (1924 - 1996), der als Bauernsohn geborene italienische Herzensbrecher, einer der wenigen wirklich großen Schauspieler gewesen, der das Weltfilmkino geprägt hat. Seine Präsenz ging von der Leichtigkeit aus, mit der er schwerste Rollen greifbar machte, eine Kunst, die die Anstrengung dahinter vergessen machte. Mastroianni war nach eigenen Angaben das weiße Blatt, auf das seine Regisseure malen sollten. Mastroianni posierte nie, war stets er selbst. So wie er den Latin Lover spielte, umschwebte diesen Typus ein Hauch von Müdigkeit, Zerstreutheit, Melancholie, musste der, der die Frauen liebte, sich nie um sie bemühen, sie flogen ihm einfach zu. Fast langweilte er sich deshalb. Mastroiannis Ruhm begann mit Federico Fellinis Meisterwerk „La dolce vita“ als Klatschkolumnist, der sein Ethos aufgegeben hat. Mit Fellini und Antonioni prägte Mastroianni in den 60ern den europäischen Autorenfilm, bewirkte eine Revolution des Filmemachens. Als Fellinis alter ego trat er u.a. in „8 1/2“ und „Ginger und Fred“ auf. 1973 war er eine der vier Hauptpersonen in Marco Ferreris Skandalfilm „Das große Fressen“. Ab 1982 schafft er eine Galerie alternder Männer in Werken, die bleiben werden: „Flucht nach Varennes„, „Der Bienenzüchter“, „Der schwebende Schrittt des Storches“, „Schwarze Augen“, „Wie spät ist es?„, „Splendor“. Mit seiner Lieblingspartnerin Sophia Loren trat er in neun Filmen auf, darunter „Hochzeit auf italienisch“ und „Schade, dass sie eine Kanaille ist“: als das Traumpaar der 60er. In „Gestern, heute und morgen“ (1963) strippt Sophia für ihn, eine legendäre Szene, die 30 Jahre später in Robert Altmans „Prêt-à-Porter“ zitiert und variiert wurde. Marcellos Tochter Chiara aus seiner Verbindung mit Catherine Deneuve spielt in europäischen Autorenfilmen. Mastroianni, der mit zahlreichen Preisen geehrt wurde, berichtet in dem Band „Ja, ich erinnere mich“ (1998) mit umwerfendem Charme aus seinem Leben.

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

  • Sofia Coppola gewinnt Venedig

    Sofia Coppola gewinnt Venedig

    Sofia Coppola ist die neue Königin des Lido: Für "Somewhere" - ihre erste Regiearbeit seit 2006 - wurde sie mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Goldener Löwe für "Vera Drake"

    Goldener Löwe für "Vera Drake"

    Bei den Filmfestspielen in Venedig räumte Mike Leighs Sozialdrama "Vera Drake" ab. Der deutsche Beitrag von Wim Wenders ging leer aus.

    Ehemalige BEM-Accounts  
  • Skandal um die Biennale in Venedig

    Skandal um die Biennale in Venedig

    Das letzte Champagnerglas war noch nicht geleert, da verwandelte sich der große Triumph in einen handfesten Skandal: Der britische Regisseur Peter Mullan schildert in seinem „Magdalene Sisters“ das Leiden junger Mädchen in einem katholischen Erziehungsheim - und das derart kunstvoll und eindringlich, dass ihn die Jury der 59. Filmfestspiele in Venedig dafür mit dem Goldenen Löwen für den besten Film auszeichnete...

    Ehemalige BEM-Accounts  

Wird oft zusammen gesucht

Kommentare