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Marc Bolan

Schauspieler • Musiker

Leben & Werk

Die 1970 in London gegründeten T. Rex waren eine Reinkarnation der Blumenkinder-Combo Tyrannosaurus Rex, die in den beiden Jahren zuvor mit märchenhaften Texten und reich verzierten Klanggebilden für Furore im Untergrund gesorgt hatte. Federführend war Marc Bolan (bürgerlich als Mark Feld 1947 in London geboren), der bereits 1962 als Titelheld der „Mod Generation“ das Magazin Town zierte. Von einem Aufenthalt in Paris kehrte der junge Mann mit einem Kopf voll halbgarer Ideen über Mystik und geheime Kulte zurück, die er auf seinen ersten beiden Singles verarbeitete. Die Platten floppten, doch der Produzent Kit Lambert entdeckte den gutaussehenden Bolan für die Band John’s Children, die er 1967 mit The Who auf Tournee schickte - mit derartigem Erfolg, dass sie nach nur vier Terminen wieder aus dem Vorprogramm gestrichen wurde. Im Folgejahr gründete Bolan gemeinsam mit Steve Peregrine Took (Bongos) das Duo Tyrannosaurus Rex. 1970 trennten sich die beiden unterschiedlichen Charaktere wieder, und Bolan gründete T. Rex. Esotherik, Märchen, Elektronik, Hippie-Mythen - all das verband sich klischeehaft in Musik und Show der neuen Gruppe, die mit ihren rockmusikalischen Platitüden eine entsprechend breite Masse ansprach. Bolan wurde zur Ein-Mann-Show, dem Schwarm aller Schulmädchen. Die dankten ihm seine selbstgefälligen Auftritte in Lack, Leder und Plateauschuhen mit dem Erwerb von über 18 Millionen Schallplatten, kauften artig einen haarsträubenden Gedichtband und brachten selbst die Musikpresse auf die Idee, Bolan könnte mit Hits wie „20th Century Boy“, „Hot Love“ und „Get It On“ gar der „Prophet einer neuen Generation“ (Melody Maker) sein. Außerhalb Englands indes tat sich eher wenig, und auch im Mutterland begann der Stern des einen Meter sechzig großen Zampano bald wieder zu sinken. 1974 trennte sich Bolan von seiner Familie, 1975 erlitt er einen Herzanfall und löste die Band auf. 1977 kehrte er im Zuge der New-Romantics-Welle für kurze Zeit wieder als Guru zurück. Nach seinem frühen Tod (Bolan starb im selben Jahr bei einem Verkehrsunfall) entwickelte sich schnell ein Kult um den schillernden Musiker. Der Soundtrack zum Film „Born To Boogie“ - ein Konzert aus dem Jahr 1972 - wird 2005 zum Kassenschlager.

Filme und Serien

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