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Berlinale Tag 6: Sauregurkentag

Berlinale Tag 6: Sauregurkentag

Das bringt der Serienherbst auf Disney+
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Bekannt aus:
  • Geboren: 16.08.1958 in Bay City, Michigan  USA
  • Berufe: Schauspieler, Producer, Musiker, Sprecher, Regisseur, Drehbuchautor

„Ich verstehe es nicht, sonst steht hier immer alles voller Fans.“, sagte eine Fernsehreporterin zu ihrem ratlosen Kamerateam. Offensichtlich sollten sie Bilder von Autogrammjägern und Filmfreunden machen, die sonst ständig am Hinterausgang des Hyatt Hotels auf Stars aller Couleur warten. Das ging heute nur nicht, weil heute schlicht und einfach keine großen Stars da waren. Das ist allerdings nur die Ruhe vor dem Sturm, denn Morgen wird Madonna ihr erstes Regiewerk „Filth and wisdom“ präsentieren. Bereits heute ist die Stadt in heller Aufregung, weil überall gemunkelt wird, SIE wäre schon da. Bisher wurde allerdings noch keine wahrhaftige Madonnen-Erscheinung bestätigt. Heutiger Höhepunkt unter den Wettbewerbsfilmen war Mike Leighs Weltpremiere von „Happy-go-lucky“. Poppy (Sally Hawkins) ist die Unbeschwertheit in Person und lässt sich das Leben nicht von schlechtgelaunten Menschen verderben. Sie möchte, dass alle glücklich sind und schwatzt gnadenlos fröhlich mit jedem. Ihren griesgrämigen Fahrlehrer Scott (Eddie Marsan) bringt ihre Freundlichkeit völlig aus dem Konzept. Netter Film, sehr lustig, aber bei der bereits gezeigten Konkurrenz sicher nicht preisverdächtig. Ein interessanter Science Fiction Film, der bereits auf dem Sundance Film Festival große Anerkennung fand, lief heute in der Reihe Panorama. „Sleep Dealer“ von Alex Rivera spielt in nicht allzu ferner Zukunft und eröffnet eine neue Sicht auf die Globalisierung durch das Internet. Die Grenzen zwischen Mexiko und den USA sind geschlossen, trotzdem ist die Migration nicht beendet. Ähnlich wie in „Matrix“ können mexikanische Arbeiter, die sich Daten-Interfaces, so genannte Knoten, in den Körper pflanzen lassen, in den Fabriken der „Sleep Dealer“ arbeiten. Dort erledigen sie über das weltweite Netz Jobs in der ganzen Welt, wie zum Beispiel Kindermädchen in London oder Orangenpflücken in Kalifornien, indem sie Roboter oder Drohnen steuern. Memo aus einem kleinen Grenzdorf wünscht sich sehnlich in diese vermeintlich große Welt hinein. Als er durch eine Tragödie sein Dorf verlassen muss, scheinen sich zunächst alle seine Träume zu erfüllen. Er lässt sich Knoten einpflanzen, bekommt einen Job und lernt ein Mädchen kennen. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden, denn der Film ist absolut sehenswert, auch wenn die Effekte etwas hölzern geraten sind und an ein Computerspiel erinnern. Interessant ist, dass die Zukunftsvision des Global Village keine Verbesserung bringt und lediglich bestehende Probleme auf ein digitales Niveau hebt.