M. Night Shyamalan

Schauspieler • Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Sein betont ruhiger, die bedrohliche Atmosphäre in Andeutungen ausarbeitender Horrorfilm „The Sixth Sense“ war einer der erfolgreichsten Filme der US-Kinosaison 1999. Der Film erzählt von der übernatürlichen Fähigkeit eines achtjährigen Jungen, der Tote sehen kann, und von seinem Psychologen (Bruce Willis), der ihn lehrt, seine Gabe zu akzeptieren. Der junge Haley Joel Osment wurde für seine Rolle als jüngster Darsteller der Filmgeschichte für den „Oscar“ nominiert.

Regisseur und Drehbuchautor Manoj Night Shyamalan (sprich: Schamahlan) wurde 1970 in der indischen Tamil-Nadu-Provinz geboren, zog mit den Eltern nach Philadelphia und hatte mit sechzehn 45 Kurzfilme gedreht. Er verzichtete trotz Stipendien auf ein Medizinstudium und studierte in New York an der Filmhochschule. Im letzten Studienjahr schrieb und inszenierte er mit „Praying With Anger“ 1992 seinen Debütfilm, in dem ein amerikanischer Austauschstudent zurück nach Indien geht und sich als Fremder fühlt.

Shyamalans zweiter Film „Wide Awake“ (1998) erzählte von den Fragen, die ein Zehnjähriger nach dem Sinn des Lebens stellt. Shyamalan arbeitet auch als Drehbuchautor für andere Regisseure: So schrieb er nach dem Kinderbuch von E.B. White das Skript zu dem Film „Stuart Little„, einem Animationsfilm um die Abenteuer einer adoptierten Maus.

2000 lieferte Shyamalan mit „Unbreakable – Unzerbrechlich“ einen würdigen Nachfolger für „The Sixth Sense“. Erneut mit Bruce Willis in der Hauptrolle, steuert der Fantasythriller ebenso wie der Vorgänger über zahlreiche Wendungen und falsche Fährten auf ein überraschendes Ende zu. Willis spielt darin den einfachen Arbeiter David Dunn, der als einziger ein verheerendes Zugunglück überlebt. Dunn trifft auf den exzentrischen Elijah Price (Samuel L. Jackson), der an einer angeborenen Knochenkrankheit leidet und behauptet, eine Erklärung für die „Unzerbrechlichkeit“ Dunns zu haben.

War „Unbreakable“ noch eher unterschwellig mit religösen Motiven durchsetzt, drängten sich Glaubensfragen im Verlauf von „Signs – Zeichen“ in fast ähnlicher Direktheit in den Vordergrund wie in „Wide Awake“. Zunächst als Gruselfilm startend, in dem sich nun Mel Gibson anstelle von Willis als vom Glauben abgefallener, ehemaliger Pfarrer dem Phänomen unerklärlicher Kreise in Maisfeldern stellen muss, wendet sich der Film im weiteren Verlauf immer stärker den inneren Konflikten der Hauptfigur zu. Obwohl das überraschende Ende dieses Mal weniger überraschend kommt als bei den vorherigen Filmen Shyamalans und sich die Konstruktion seiner Plots langsam abzunützen scheint, war „Signs“ nicht zuletzt dank der mit minimalen Mitteln erzeugten Hochspannung ein weiterer Erfolg an den Kinokassen.

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