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Alle Bilder und Videos zu Luis Mandoki

Leben & Werk

Wie der Hollywood-Klassiker George Cukor oder der Europäer François Truffaut gilt der mexikanische Regisseur Luis Mandoki vor allem als Schauspielerregisseur, der es versteht, seinen Mimen hervorragende Leistungen zu entlocken. Es gelingt ihm übereinstimmenden Berichten zufolge durch die Atmosphäre von Vertrauen, die er ohne Druck oder Routine am Set schafft. Auf diese Weise gelangten Darstellerinnen wie Liv Ullmann, Susan Sarandon, Robin Wright Penn, Meg Ryan, Melanie Griffith und Jennifer Lopez über die eigenen Erwartungen hinaus.

Mandoki inszenierte Melodramen, die die Künstlichkeit der Studioatmosphäre und der übersteigerten Gefühlswelten hinter sich lassen und in gewisser Hinsicht realistische Dramen bleiben. So endet die Romanze von Robin Wright Penn und Kevin Costner in „Message in a Bottle„, Mandokis größtem kommerziellem Erfolg, in Tod und Verzicht. So finden Meg Ryan als Alkoholsüchtige und Andy Garcia als ihr Geliebter in „When a Man Loves a Woman“ nur zaghaft wieder zusammen. So steht in „Frühstück bei ihr“ die Liebe zwischen Susan Sarandon als Kellnerin in einem Diner und James Spader als Yuppie auf einem schmalen Grat zwischen Leidenschaft und Absturz. So müssen sich in „Angel Eyes“ die Chicagoer Polizistin Sharon (Jennifer Lopez) und der Musiker Catch (James Caviezel) mit ihrer traumatischen Vergangenheit auseinander setzen. So steht Melanie Griffith in „Blondinen küsst man nicht“ (ein Remake des George-Cukor-Films „Born Yesterday“ von 1951) zwischen zwei Männern (Don Johnson und John Goodman), die sie beide ausnutzen.

Mandoki stammt aus Mexico City, studierte Kunstgeschichte in San Francisco und London und drehte 1976 seinen ersten Kurzfilm, der auf dem Amateurfestival in Cannes einen wichtigen Preis gewann. Nach weiteren Kurzfilmen in Mexiko (1980 der Ariel-Preis für „The Secret“) und Dokumentarfilmen für das nationale Produktionszentrum debütierte Mandoki 1987 mit „Gaby - eine wahre Geschichte“ als Spielfilmregisseur. „Gaby“, der die Geschichte einer unter Gehirnlähmung leidenden Schriftstellerin und deren ungewöhnliche Beziehung zu ihrer Pflegerin schildert, wurde für den Golden Globe und den Oscar nominiert. In seinen letzten Filmen wandte sich Mandoki dem Genrekino zu: „Angel Eyes“ koppelt Melodram mit Cop-Movie, „24 Stunden Angst“ (2003) einen raffinierten Entführungs-Thriller mit dem Psychogramm der Beteiligten (Charlize Theron, Kevin Bacon, Stuart Townsend und Courtney Love). Mandoki lebt in Santa Barbara. Jennifer Lopez lobt ihn, weil er nicht nur „sensibel mit Liebesgeschichten“ umgeht, sondern „weiß, was Menschen im Alltag durchmachen. Und deswegen kann er jede Geschichte gut erzählen.“

Filme und Serien

Videos und Bilder

News und Stories

  • Luis Mandoki dreht "The Winged Boy"

    Der mexikanische Filmemacher Luis Mandoki, der zuletzt Trapped inszenierte, wird bei dem Familienfilm The Winged Boy die Regie übernehmen. Der Film basiert auf einer bisher unveröffentlichten Geschichte der Witwe des britischen Darstellers John Mills und handelt von einem Jungen aus einem irischen Dorf, dem eines Tages Flügel wachsen.

    Kino.de Redaktion  
  • Berlinale gibt Kinderfilmfest-Programm bekannt

    Aus insgesamt 22 Ländern kommen diesmal die Filme, die im Rahmen des Kinderfilmfests bei der Berlinale und deren Jugendfilmsektion 14plus gezeigt werden.

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