Ein finanzieller Erfolg täte dem Filmemacher-Duo durchaus wieder einmal gut. Doch zumindest die Rahmenhandlung ihres neuen Projektes klingt nicht unbedingt nach einem Hitgaranten. Allerdings galt das 1999 ja auch für „Matrix“…

Andy und Lana Wachowski wollen für "Jupiter Ascending" einen neuen optischen Look kreieren Bild: Kurt Krieger

Für ihr vieldimensionales Epos „Cloud Atlas“ ernteten die Geschwister Wachowski verschiedene Dinge: Kritiken von euphorisch bis vernichtend, den Titel „teuerster deutscher Film aller Zeiten“ - eines jedoch ernteten sie nicht: Einen grandiosen Kontostand. Denn trotz allem blieb der Film bei einem Budget von etwa 100 Millionen US-Dollar weit hinter den Erwartungen zurück und konnte nicht einmal seine Produktionskosten einspielen. Doch von solchen Rückschlägen ließen sich Lana und Andy Wachowski noch nie abschrecken - schließlich haben sie mit „Speed Racer„, den 2008 in Deutschland gerade mal 45.000 Menschen sehen wollten, schon ganz andere Summen versenkt.

Höchste Zeit also, für ein noch größeres Projekt. Es heißt „Jupiter Ascending“, basiert auf einer selbstgebastelten Story und soll mit einem Budget von 200 Millionen US-Dollar erneut richtig großes Kino werden. Dafür bürgen schon mal die Namen der Stars, die sich für den geplanten Science-Fiction-Kracher auf die Payroll setzten ließen: Bislang waren das Mila Kunis, Channing Tatum, Eddie Redmayne - und jetzt ist noch Publikumsliebling Sean Bean dazugestoßen. Der soll eine Art Han-Solo-Rolle spielen - in einer Geschichte, die gelinde gesagt etwas kurios klingt.

Mila Kunis verkörpert dabei eine russische Immigrantin, die mit Kloputzen ihr Leben fristet. Jedenfalls bis sich herausstellt, dass ihr Erbgut identisch ist mit dem der Königin des Universums. Nämliche stört das offenbar, weshalb sie dem armen Ding Channing Tatum als Killer auf den Hals hetzt. Ein Fehler, da sich dieser prompt in die attraktive Klofrau verknallt - und beschließt, das gemeinsame Heil in der Flucht zu suchen. Ansonsten spielen angeblich noch genetische Mischwesen aus Mensch und Tier ein Rolle und überhaupt werden die Menschen von einem anderen Planeten - der Titel legt irgendwie Jupiter nahe - die ganze Zeit insgeheim beobachtet.

Tiefer Griff in die Trickkiste

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Wer jetzt der Meinung ist, dass die beiden Geschwister endlich mit bewusstseinserweiternden Drogen aufhören sollten, möge bitte barmherzig an die Storyline zu „Das fünfte Element“ von Luc Besson denken. Die war (fast) noch abstruser - und mündetet doch in einen Kultfilm, der sich sowohl als Augenschmaus wie auch als Riesenspaß entpuppte. Dazu haben die Wachowskis jetzt vollmundig verkündet, an einen optischen Clou zu arbeiten, der sogar die stilbildende Bullet-Time aus „Matrix“ in den Schatten stellen soll. Und wer möchte das nicht selbst in Augenschein nehmen - auf die Gefahr hin, dass unser Kreativ-Duo im Flopp-Fall auf ein paar Millionen Miesen mehr sitzenbleibt.

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