Loriots legendärer Sketchpartner Heinz Meier gestorben

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Loriot Poster

Er war die Verkörperung des deutschen Spießbürgers, Loriots kongenialer Sketchpartner, er war derjenige, der in 66 Jahren nach Island fährt: Heinz Meier. Vor kurzem ist dieser große Schauspieler und Humorist gestorben.

Sein Name war Erwin Lottemann … nein, Lindemann … nee, sein Name war Heinz Meier. Berühmt gemacht hat ihn aber vor allen Dingen der klassische Lottogewinner-Sketch des grandiosen Humoristen Loriot. Als nervöser Rentner Erwin Lindemann, der einem Fernsehteam erzählen soll, was er mit seinem kürzlich gewonnenen Geld anfangen will, hat Meier sich wohl auf ewig in die Köpfe der Menschen gespielt. In seiner Rolle als 500.000-Mark-Gewinner kommt er dermaßen durcheinander, dass er am Schluss glatt behauptet, dass seine Tochter mit dem Papst eine Herrenboutique in Wuppertal eröffnet.

Doch nicht nur als Erwin Lindemann hat Heinz Meier geglänzt, auch in zahlreichen anderen Sketchen von und mit seinem Kollegen Loriot und der unvergessenen Evelyn Hamann konnte der Schauspieler glänzen. Wer mit den Stichworten „Kosakenzipfel“, „Kalbshaxe Florida“, „Ein Klavier, ein Klavier!“ und „Weihnachten bei den Hoppenstedts“ nichts anfangen kann, dem fehlt offensichtlich ein großes Stück deutscher Kultur- und Komikgeschichte.

Dabei war Heinz Meier nie ein offensiver Possenreißer, kein - wie man es neudeutsch nennen würde - Comedian. Es war das spießbürgerlich Korrekte, das stets bemüht Höffliche in einer absurden Situation, das aus einer Szene mit Meier einen Sketch zum Tränen lachen machte. Es waren Loriots Beobachtungen des deutschen Lebens, die er in überspitzter Weise als Sketch darbrachte. In Heinz Meier hatte er den Prototypen des genauen und doch immer leicht griesgrämigen Bürgers der damaligen Zeit gefunden. Ohne den in Ostpreußen geborenen Meier hätten Loriots Witze wohl kaum so gut funktioniert.

Nach Evelyn Hamann und Loriot ist nun leider auch Heinz Meier aus dem Leben geschieden. Der große Schauspieler und Humorist ist vor wenigen Tagen mit 83 Jahren in Schliengen bei Freiburg gestorben.

Wir nehmen Abschied von Heinz Meier, indem wir uns noch einmal seinen genialen Auftritt als Erwin Lindemann angucken:

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