Lori Loughlin drohen wegen Elite-Uni-Betrug bis zu 40 Jahre Gefängnis

Kristina Kielblock  

Der Elite-Uni-Bestechungsskandal in den USA könnte die TV-Schauspielerin Lori Loughlin, bekannt aus „Full House“, für lange Zeit ins Gefängnis bringen.

Die Liste derer, die im Bestechungsskandals in den USA, bei dem wohlhabende Familien ihren Kindern den Zugang zu den Elite-Universitäten des Landes teuer verschafft haben sollen, umfasst insgesamt 50 Personen. Darunter auch Lori Loughlin, die bereits von ihrem Hauptarbeitgeber Hallmark Channel von allen Produktionen gefeuert wurde. Jetzt wurde die Anklage gegen die Schauspielerin erweitert.

Elite-Uni-Skandal: Bis zu 40 Jahre Haft drohen

Mit Aunt Becky ist Schluss und auch sonst sind die Aussichten der „Fuller House“-Darstellerin nicht günstig. Nachdem sie mutmaßlich eine Elite-Uni betrogen hat, damit ihre Töchter dort unterkommen können, droht ihr nun im schlimmsten Fall eine lange Haftstrafe. Zunächst lautete die Anklage auf „Verschwörung zum Betrug“, jetzt wurde sie um den Punkt „Verschwörung zur Geldwäsche“ erweitert. Zusammengerechnet beträgt die mögliche Höchststrafe nun bis zu 40 Jahre Gefängnis. Lori Loughlin hat sich (bislang) nicht als schuldig bekannt.

TV-Vertrag beendet

Der Sender hat gegenüber dem Magazin „People“ bekannt gegeben, dass die Zusammenarbeit mit Lori Loughlin beendet ist. Dies umfasst die Einstellung aller aktuellen Projekt wie „Garage Sale Mysteries“ oder „When Calls the Heart“, das in der sechsten Staffel läuft und am 17. März 2019 schon nicht mehr in den USA ausgestrahlt wird. In Deutschland ist die Schauspielerin hauptsächlich aus „Full House“ (Rebecca Donaldson) und „Fuller House“ bekannt.

Bezüglich der laufenden Produktion „When Calls the Heart“ will der Sender alle kreativen Optionen ausloten, aber die Distanzierung von Lori Loughlin könnte kaum deutlicher ausfallen. Nicht nur, dass alle laufenden Projekte gestoppt werden, der Sender wird auch keine Inhalte aus der Vergangenheit zeigen, die unter Mitwirkung von Lori Loughlin entstanden sind. Wie das Magazin People berichtet, hat sich nicht nur die TV-Station von Loughlin distanziert, sondern auch der Freundeskreis des Paares ist schockiert von ihrem Vorgehen.

Unter den 50 Angeklagten befindet sich auch die „Desperate Housewives“-Darstellerin Felicity Huffman. Sie soll 15.000 US-Dollar investiert haben, damit ihre älteste Tochter den Einstufungstest an der Uni besteht. Huffman hat sich mittlerweile laut Spiegel Online schuldig bekannt, wohl um einer langen Haftstrafe zu entkommen.

Was wird Lori Loughlin vorgeworfen?

Lori Loughlin und ihr Mann J. Mossimo Giannulli sollen 500.000 US-Dollar bezahlt haben, damit ihre Töchter in das Ruderteam der University of Southern California und damit auch an der Uni aufgenommen werden. Der Nachwuchs kann aber gar nicht rudern, daher war der Spaß so teuer. Loughlin und Giannulli wurden verhaftet und kamen zunächst auf Kaution frei. Jetzt drohen harte Strafen.

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Loughlins Tochter Olivia Jade hat ein sehr entspanntes Verhältnis zu ihrer Ausbildung, wie sie zu Beginn ihrer Studienzeit an der University of Southern California ein YouTube-Video deutlich machte. Hauptsächlich wäre sie an den Partys interessiert und: „…ich interessiere mich nicht wirklich für Schule, wie ihr alle wisst.“ Schade, oder? (Das Video ist inzwischen gelöscht.)

Im Rahmen der jüngsten Vorfälle hat sich Olivia Jade für diese Äußerungen erneut entschuldigt und versucht, den Eindruck zu hinterlassen, sie wäre betroffen und ihr wäre bewusst geworden, wie privilegiert sie ist.

Influencer Kunden beenden die Zusammenarbeit mit Olivia Jade

Insgesamt dürfte der Vorfall die gesamte Familie sehr belasten. Schlechte Publicity und Jobverlust müssen jetzt verkraftet werden. Die Verantwortlichen bei den Unternehmen für die Olivia Jade als Influencerin gearbeitet hat, haben sich von ihr losgesagt. Sephora hat die Make-Up-Kooperation mit der 19-Jährigen aufgehoben, ebenso der Haarprodukte-Hersteller Tresemme. Auch die Modemarke Princess Polly hält die Zusammenarbeit für nicht mehr tragbar. An die Uni wollen beide Mädchen nicht zurückkehren, sie fürchten das Mobbing, wie Insider den Klatschmagazinen verrieten.

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