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Leben & Werk

In den acht Filmen unter der Regie von Ingmar Bergman, mit dem sie einige Jahre liiert war, lieferte die 1939 in Tokio geborene Liv Ullmann Maßstäbe setzende, hochkomplexe Darstellungen von Frauen in psychischen Krisen. Nach außen scheinbar stabil, kämpfen Ullmanns Figuren mit außergewöhnlichen Belastungen durch Partner, Kinder und Berufe und wirken als reife Frauen dennoch unsicher. Ullmans Einfühlungsgabe und ihre differenzierten Porträts hielt Bergman seit „Persona“ in oft minutenlangen quälenden Einstellungen fest, die von der Schauspielerin das Äußerste forderten. In ihrem letzten gemeinsamen Film gewinnt sie durch ihre uneitle Darstellung das Schauspielerinnenduell als Tochter gegen die gekünstelt wirkende Mutter Ingrid Bergmans. International hatte Ullman mit Rollen wie „Pope Joan“ oder “ Vierzig Karat“ weniger Glück. An der Seite von Max von Sydow war sie die schwedische Bäuerin, die in die USA auswandert („Die Auswanderer“, „Die Neubürger“).

Ullman, die als Unicef-Botschafterin tätig ist, verlegte sich 1982 auf die Regiearbeit („Sofie„) und stellte 2000 in Cannes mit „Trolösa“ (Untreu) einen Spielfilm vor, der ihre Jahre mit Bergman, nach dessen eigenem Drehbuch sie inszenierte, leicht verschlüsselt wiedergibt. Ullman schrieb zwei Bücher, die sich als autobiografische Reflexionen („Wandlungen“, „Gezeiten“) von der üblichen Memoiren-Literatur abheben. Ihre Tochter Linn Ullmann (aus der Verbindung mit Bergman) veröffentlichte 1999 den Roman „Die Lügnerin“, eine Familien-Chronik, in der sie ihre Qual-Verwandtschaft mit Skandinaviens berühmtesten Eltern aufarbeitet.

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