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Leben & Werk

Das strahlendste Lachen, Gelächter, Kichern und Gackern des deutschen Films gehört der Schweizerin Liselotte Pulver, die als fideler Springinsfeld, burschikoses Schulmädchen, schalkhafte junge Frau und koboldartige Magd in den 50er und 60er Jahren zu den populärsten Filmstars gehörte. Pulvers Fähigkeit, durch ihr Erscheinen in Sekundenschnelle gute Laune ohne großen Lachzwang zu verbreiten, machte sie zu einer sympathischen und ungekünstelten Natur. Pulver, 1929 in Bern geboren, debütierte nach Arbeiten als Mannequin und am Theater 1949 im Film und wurde als fröhliches Puszta-Mädchen in „Ich denke oft an Piroschka“ mit ihrer humorvoll naiven Art bekannt. Ihre übermütige Spielweise konnte sie in dem Erfolgsfilm „Das Wirtshaus im Spessart„, wo sie eine Komtesse und Bandenchefin spielte, ausleben (Bundesfilmpreis 1958); ebenso in der Fortsetzung „Das Spukschloss im Spessart“, beide unter ihrem „Hausregisseur“ Kurt Hoffmann, der sie auch in „Hokuspokus“ und „Dr. Med. Hiob Prätorius“ (beide Male als Partnerin von Heinz Rühmann) einsetzte. Pulver trat international in französischen Gaunerfilmen („Arsène Lupin, der Millionendieb“, „Blüten, Gauner und die Nacht von Nizza“) und Agentenfilmen („Pulverfass und Diamanten“, an der Seite von Jean Marais) und in dem zeitweise in Frankreich verbotenen Skandalfilm „Die Nonne“ auf, wo sie eine lesbische Äbtissin spielte. Unvergessen bleibt ihr Säbeltanz im gepunkteten Kleid in Billy Wilders Berlin-Groteske „Eins, zwei drei“ und ihre komische Doppelrolle in „Kohlhiesels Töchter“. In den 70er Jahren trat Pulver nur noch sporadisch im Film auf, zuletzt als lebenslustige Mutter von Joachim Król in „Das Superweib“ (1995), konzentrierte sich auf TV-Arbeit, Gastauftritte in Shows und die achtjährige Moderation der Vorschul-Serie „Sesamstraße“ an der Seite von Manfred Krug und Henning Venske (1978 - 1985). 1980 erhielt sie das „Filmband in Gold“ für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Pulver war seit 1961 mit dem Schweizer Schauspieler Helmut Schmid (1925 - 1992) verheiratet. Ihre an Drogenproblemen leidende, als schizophren diagnostizierte Tochter Mélisande beging 1989 Selbstmord. 1990 erschienen Pulvers Memoiren „…wenn man trotzdem lacht“, 1998 der Folgeband „Bleib doch noch ein bißchen“.

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