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Lisa Eichhorn

Schauspieler • Producer • Drehbuchautor

Leben & Werk

Amerikanische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Produzentin. Eine der viel versprechenden jungen Schauspielerinnen ihrer Zeit, begann Lisa Eichhorn mit den drei Klassikern „Die Europäer“ (1979), „Yanks“ (1979) und „Cutter’s Way“ (1981), die ihr Golden-Globe- und BAFTA-Nominierungen einbrachten. In der Folgezeit wurde die warmherzige Brünette ewige Nebendarstellerin, die jeden Film bereicherte, im Lauf ihrer Karriere sporadisch Gastauftritte in TV-Serien von „Miami Vice“ bis „Für alle Fälle Fitz“ absolvierte und Mutterrollen verkörperte. In den 90er-Jahren konzentrierte sie sich auf die Erziehung der Tochter, spielte Theater und gab Schauspielunterricht, bevor sie Ende des Jahrzehnts wieder vermehrt in Filmen („Der talentierte Mr. Ripley„) auftrat. 2008 stemmte sie als Produzentin und Drehbuchautorin den litauischen Film „Rigas sargi - Defenders of Riga“, der für den Auslands-Oscar nominiert war. Er erzählt die authentische Geschichte des litauischen Freiheitskampfs 1919 gegen Russland und Deutschland und war der erfolgreichste litauische Film aller Zeiten.

Lisa Eichhorn wurde 1952 in Glen Falls, New York, geboren und zog mit der Familie 1958 nach Reading, Pennsylvania, wo sie die High School besuchte, die sie 1970 in absentia abschloss, weil sie bereits als Rotary-Studentin in Norwegen studierte und ans St. Peters College in Oxford ging. Auf einer Cocktailparty wurde sie von Alan Rickman überredet, in London an der Royal Academy of Dramatic Arts zu studieren. Der Nebenrolle in einer Henry-James-Verfilmung der BBC folgte die Rolle der Gertrude Wentworth in James Ivorys Henry-James-Adaption „Die Europäer“. Obwohl sie Amerikanerin war, gab ihr John Schlesinger 1979 die Hauptrolle im Kriegsdrama „Yanks - Gestern waren wir noch Fremde„, wo sie als Verkäuferin in Lancashire 1942 in einen amerikanischen Armeekoch (Richard Gere) verliebt ist. Eichhorns von US-Kritikern als „unterschätzteste Leistung des Jahrzehnts“ gewürdigte Rolle der Alkoholikerin, Frau von John Heard und Freundin von Jeff Bridges in Ivan Passers Vietnamveteran-Drama-Thriller „Cutter’s Way a.ka. Cutter and Bone - Bis zum bitteren Ende“ (1981), gehört zu ihren bleibenden Leistungen.

In der Folgezeit spielte Eichhorn die einzige Frau unter Minenarbeitern in „Wildrose“ (1984), die in Don Johnson verliebte Danielle in der „Miami Vice“-Folge „French Twist“ (1987), Raumfahrerin in Roland Emmerichs „Moon 44“ (1990) und die Geschäftsfrau jenseits der 40, die mit Stanley Tucci in „A Modern Affair“ (1995) eine Beziehung eingeht. Sie war Filmmutter in Steven Soderberghs „König der Murmelspieler“ (1993), First Lady und Mutter von „Mr. Präsident Junior“ (1993) und Mutter des von Matt Damon ermordeten Jude Law in Anthony Minghellas „Der talentierte Mr. Ripley“ (1999).

Lisa Eichhorn war für „Die Europäer“ für den BAFTA Nebenrollen-Award nominiert. Für „Yanks“ war sie in zwei Kategorien (Hauptrolle und Newcomerin) für den Golden Globe nominiert. Für „Cutter’s Way“ erhielt sie den Darstellerpreis in Deauville.

Lisa Eichhorn spielte auf Bühnen in USA und England zahlreiche klassische Rollen. Sie ist seit 1992 Schauspiellehrerin.

Eichhorn ist in dritter Ehe verheiratet, hat von ihrem zweiten Ehemann Ben Nye Jr. (1979-1986) eine Tochter (1981). Sie unterstützt Wohltätigkeitsorganisationen.

Filme und Serien

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