Erst einen Monat ist es her, da der marokkanische König ein Kontingent von Soldaten zum Schutz der Filmemacher abstellte. Der Grund damals: eine Morddrohung gegen den Regisseur.

Eben "Troja" überstanden, nun der Schock von Marokko: Orlando Bloom Bild: Warner

Ridley Scott

Dabei ist das neue Sandalenepos des „Gladiator„-Machers nicht etwa eine Verherrlichung christlich-abendländischer Eroberungsuntaten. Denn im Mittelpunkt des Films steht in der Gestalt von Orlando Bloom ein junger Schmied, der die Bürger Jerusalems im Kampf gegen die europäischen Religionskrieger anführt.

Bombe oder Molotow-Cocktail?

Trotzdem gab es nun erneut Aufregung am Set in Ouarzazate, 100 km südöstlich von Marrakesch - und diesmal ließen es die Islamisten nicht bei leeren Worten bewenden. Nach einem infernalischen Knall brachten sich alle Mitarbeiter schnellstens in Sicherheit. Ein Crew-Mitglied berichtet:

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„Wir dachten zuerst alle, es sei eine Bombe und waren völlig geschockt. Orlando, Ridley und die gesamte Crew wurden sofort evakuiert.“

Wenig später entdeckte man brennendes Equipment. Als Ursache des Feuers waren schnell drei Flaschen mit einer bislang nicht identifizierten Flüssigkeit entdeckt. Die Untersuchung des Vorfalls dauert noch an.

Ob bei derartigen Schwierigkeiten das mit 100 Mio. Dollar nicht eben geringe Budget für „Kingdom of Heaven“ überhaupt ausreichen wird, ist fraglich. Die Schauspieler denken allerdings nicht ans Aufgeben, allen voran die beiden Haudegen Liam Neeson, der Orlando Blooms Vater spielt, und Jeremy Irons, der einen von Blooms Gegenspielern mimt. Ebenfalls im gefährlichen Wüstensand: Venusfalle Eva Green aus „Die Träumer“ und David Thewlis, der in „Sieben Jahre in TibetBrad Pitts Wegbegleiter war.

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