Wildes Geknutsche in der Hauptstadt und einen silbernen Brummbären zum Geburtstag.

Küsschen, Küsschen: Will Smith umrahmt von Eva Mendes und Amber Valletta Bild: Berlinale

Das letzte Berlinale Wochenende startet turbulent und mit ganz viel Geknutsche, denn er ist in der Stadt: Will Smith!

Schon am Abend zuvor fiel Mr. Smith mit seiner riesen Crew und den Hollywoodkollegen Kevin James, Eva Mendes und Amber Valletta im noblen Ritz Carlton ein und bezog die feudale Präsidentensuite mit über 200 qm und einer eigenen Sauna.

Doch viel Zeit wird Will dafür nicht gehabt haben, denn sein Terminkalender war rappelvoll. Nachdem er sich mit Freunden zum Dinner in den noblen China Club zurückgezogen hatte, beginnt der Freitag mit einem wahren Interviewmarathon – und zwar für alle Beteiligten an seinem neuesten Streich „Hitch – Der Date Doktor„.

TOP-CLIPS: SEHEN UND HÖREN SIE DIE STARS AUS „HITCH“

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Will Smith, Eva Mendes, Kevin James & Co.: Sehen Sie Interviews, erleben Sie die Stars am Roten Teppich und feiern Sie mit bei der glamourösen Premierenparty.

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(5 Clips, Format: Windows Media)

Bei Albert muss Date Doktor "Hitch" alle Register ziehen Bild: Sony Pictures

Das erste Mal

Und dass Dates so manche Stolperfallen bereithalten, wissen auch die Hollywoodstars zu berichten.

Während für Amber der allergrößte Abtörner Mundgeruch ist, findet Kevin James die erste Kontaktaufnahme den schwierigsten Teil. Wie gut, dass er mit seiner Frau Steffania bei einem Blind Date verkuppelt wurde – von seiner Innendekorateurin. „Ich hatte riesen Glück mit ihrer Wahl – denn die Couch war potthässlich“, so der „The King of Queens„-Star lachend.

Die Pressekonferenz am Nachmittag geriet voll und ganz zur „One Man Show“ von Mr. Unwiderstehlich. Während Kollegin Amber Valetta regelrecht gelangweilt war, da sich keine Frage an sie richtete, hatte Will den Saal in Sekunden im Griff.

Im Film ein Traumpaar: Eva Mendes und Will Smith Bild: Sony Pictures

Will macht Stimmung

Er heizte die Journalistenmeute mit Cheers an, knutschte eine verdutzte Reporterin nieder nachdem diese ihn gefragt hatte, ob er mit Kollegin Eva Mendes geschlafen hätte, verließ gespielt beleidigt den Raum, sobald eine Frage nicht an ihn gerichtet wurde und ließ es sich nicht nehmen, immer wieder aufs Ausgiebigste Küsse an seine Schauspielkolleginnen zu verteilen.

Und Frau Mendes lobte ihn auch sogleich als den tollsten, sensibelsten und unglaublichsten Küsser, der ihr je in einem Film vor den wunderschönen Mund gekommen sei. Aber hinter all den Scherzen und Marotten steckt ein urtreuer Familienvater und Ehemann.

Und noch ein Küsschen: Kevin James und Amber Valletta in Berlin Bild: Sony Pictures

Romantischer Rosenkavalier

„Ich war meiner Frau immer treu und wir führen eine tolle Ehe. Doch das funktioniert nur, weil wir hardcore ehrlich zueinander sind“, so Will.

Und romantisch ist er auch: „Der 20. Februar ist der Jahrestag unseres ersten Dates. Und da ich leider nicht bei Jada sein kann, werden in der Nacht zuvor Helfer das ganze Haus mit Rosenblättern auslegen, während sie schläft. Und am Morgen wird sie dann ein Violinenspieler sanft wecken, damit sie an mich denkt“, so Mr. Romantic. Ein sehnsüchtiges Seufzen geht durch den Saal……auch haben wollen!!!!!

Liam Neeson präsentiert den Abschlussfilm "Kinsey" Bild: Berlinale

Ein Tanzbär in Berlin

Die Premiere am Abend ist ein gigantischer Erfolg. Hunderte Fans warten am roten Teppich und bescheren dem Besuch aus Hollywood einen lautstarken Empfang. Und auch während des Films ist es nie auch nur eine Minute still. Selten habe ich auf einer Berlinale Premiere so viel Szenenapplaus erlebt.

Will bedankt sich standesgemäß mit einer spontanen Tanzeinalge am Ende der Vorführung, und auf der anschließenden After Show Party im „Felix“ geben die Stars noch bis um 3 Uhr in der Früh ordentlich Gas. Mit dabei auch Gäste wie Steffen Wink, Eva Padberg und Bruno Eyron.

Gerührt: Julia Jentsch mit dem Silbernen Bären Bild: Berlinale

Silber für Julia Jentsch

Der letzte Berlinaletag spült uns noch einen großen Star nach Berlin. Liam Neeson empfängt im China Club eine ausgesuchte Gästeschar, um vor der Premiere seines Filmes „Kinsey“ – dem diesjährigen Abschlussfilm – so richtig in Stimmung zu kommen.

Aber der Tag gehört eindeutig dem neuen deutschen Shootingstar Julia Jentsch, die für ihre Darstellung der Sophie Scholl mit dem Silbernen Bären als beste Schauspielerin ausgezeichnet wurde. „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ war ein großer Bärenfavourit des Festivals, und auch Regisseur Marc Rothemund durfte für die beste Regieleistung einen silbernen Bären entgegennehmen.

Den Goldenen Bären bekam überraschend der Außenseiter „U-Carmen e Khayelitsha„, Mark Dornford-Mays Filmadaption der Bizet-Oper, die in einem südafrikanischen Township angesiedelt ist. Eine einfache Entscheidung, so Jury-Vorsitzender Roland Emmerich: „Wir waren uns vollkommen einig“.

Mark Dornford-May übergibt den Goldenen Bären an Pauline Malefane Bild: Berlinale

Ein unvergesslicher Geburtstag

Den Silbernen Bären als bester Schauspieler bekam der junge Lou Taylor Pucci für seine Rolle in „Thumbsucker„, und der Film des palästinensischen Regisseurs Hany Abu Assad „Paradise Now„, welcher die letzten 24 Stunden im Leben zweier palästinensischer Selbstmordattentäter schildert, wurde nicht nur mit dem Berlinale Publikumspreis ausgezeichnet, sondern erhielt auch den Blauen Engel für den besten Europäischen Film und den Preis der Menschrechtsorganisation Amnesty International.

Bei der glamourösen Abschlussgala im Berlinale Palast fehlte der am Nachmittag extra für die Preisübergabe eingeflogene neue Star Julia Jentsch. Da stand sie nämlich schon wieder auf der Theaterbühne in München. Aber vergessen wird sie diesen Tag so schnell nicht, zumal der kleine silberne Brummbär ihr wohl schönstes Geburtstagsgeschenk war: Julia wurde am selben Tag 27 Jahre alt. Na dann Herzlichen Glückwunsch, und bis zur nächsten Berlinale.

Nova Meierhenrich

» www.novameierhenrich.de

» Die Preisträger der Berlinale 2005 im Überblick

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