Leo McCarey

Producer • Regisseur • Drehbuchautor

Leben & Werk

Seine Romanze „Die große Liebe meines Lebens“ (1957, mit Cary Grant und Deborah Kerr) ist der Film, den sich Meg Ryan in „Schlaflos in Seattle“ immer wieder anschaut, und Warren Beatty inszenierte diesen Film als „Perfect Love Affair“ 1996 neu. „Die große Liebe meines Lebens“ ist seinerseits ein Remake von „Love Affair“ (1939), den Regisseur Leo McCarey (1898 - 1969) noch einmal selbst inszeniert hatte, um sich zu beweisen, dass er „noch genau so gut wie zwanzig Jahre zuvor“ war. McCarey wollte Songschreiber werden, kam aber zum Film, war Scriptboy, Regieassistent, Gagman und Supervisor im Hal-Roach-Studio für die Filme von Charley Chase und Laurel & Hardy. Er wurde Spezialist für Genrefilme, die schnell, unkompliziert, komisch oder sentimental waren und das auch sein sollten. McCarey bezog seit seinem Regiedebüt 1929 ein für das Studiosystem unwahrscheinlich hohes Gehalt, unterbrach die Regie, um beim Klavierspielen auf neue Ideen zu kommen, und brachte in den 30er und 40er Jahren seinem Studio Paramount viel Geld ein. Er hatte einen beinahe tödlichen Autounfall und drehte in den 50er und 60er Jahren in zwanzig Jahren nur noch vier Filme, darunter als einzigen erfolgreichen „Die große Liebe meines Lebens“. Zu McCareys Arbeiten gehören der für viele bedeutendste Marx-Brothers-Film „Die Marx Brothers im Krieg“ (Duck Soup), der in vielen späteren Filmen (u.a. Woody Allens „Hannah und ihre Schwestern„) zitiert wird. Mit dem Sex-Star Mae West inszenierte er „Belle of the Nineties“, in dem die füllige West als Freiheitsstatue auftrat. Charles Laughton spielte unter seiner Regie in der Komödie „Ein Butler in Amerika“, Cary Grant und Irene Dunne toben sich in der Screwball Comedy „Die schreckliche Wahrheit“ im Ehekrieg aus, Grant und Ginger Rogers treten in der Polittragödie „Once Upon a Honeymoon“ gegen die Nazis an, Ingrid Bergman spielte in „Die Glocken von St. Marien“ die Leiterin einer Klosterschule, und Paul Newman in der Komödie „Keine Angst vor scharfen Sachen“ einen vernachlässigten Ehemann aus der Provinz, der in Washington von Joan Collins beinahe verführt wird. McCarey erhielt zwei Regie-„Oscars“ (für „Die schreckliche Wahrheit“ 1937 und „Der Weg zum Glück“, der 1942 sieben „Oscars“ erhielt) und einen Drehbuch-„Oscar“ (für „Love Affair“, 1939). McCarey litt an einer unheilbaren Lungenkrankheit, rauchte aber weiterhin seine geliebten Cigarillos.

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