Leben & Werk

Amerikanischer Schauspieler. Leland Orser gehört in zahlreichen wichtigen Nebenrollen zu den Schauspielern, die eindringlich und überzeugend verwirrte Charaktere spielen. Seit seinem Kinofilmdebüt als Mordopfer mit der Todsünde „Wollust“ in David Finchers Thriller „Sieben“ (1995) hat er Psychoten, Paranoide, Neurotiker, Serienkiller, Selbstmordgefährdete, Sozialphobiker und andere geistig neben den Gleisen liegende Personen gespielt. Zu den besten gehören der Medizintechniker Richard Thompson, der Serienkiller, auf den Angelina Jolie in „Der Knochenjäger“ (1999, von Phillip Noyce) angesetzt wird, und der Mafia-Buchhalter in James Foleys „Confidence“ (2003). Im Thriller „Taken - 96 Hours“ (2008) gehört er zu den Entführern von Liam Neesons Tochter. 2009 wandte sich Orser der Regie zu und inszenierte das Drama „Morning“ mit Laura Linney, Jeanne Tripplehorn und Elliott Gould in den Hauptrollen.

Leland Jones Orser wurde 1960 in San Francisco geboren und debütierte 1990 in der TV-Serie „Chicago Soul“. Seitdem war er Gast in Serien wie „Golden Girls“, „Cheers„, „L.A. Law“ und „CSI“. Als Chirurg Dr. Lucien Dubenko gehörte er von 2000-2007 zum Ensemble der NBC-Arzt-Serie „Emergency Room“, trat in einer „Star Trek“-Folge auf und war in Episode 4.5 der SF-Serie „Star Trek: Raumschiff Voyager“ ein selbstmordgefährdeter Hologramm-Charakter. Im HBO-Movie „Homeland Security“ (2003) gehört er zu den Männern, die nach den Anschlägen von 9/11 eine neue Sicherheitseinheit aufbauen. In Steven Soderberghs „The Good German“ (2007) ist er der Militärjurist Bernie Teitel.

Leland Orser spielte Nebenrollen in Blockbustern wie „Independence Day“ und „Pearl Harbor“, der Comic-Adaption „Daerdevil“ und John Carpenters „Flucht aus L.A.“. Er war Strafgefangener in Jean-Pierre JeunetsAlien - die Wiedergeburt„, der traumatisierte Pilot Lieutenant DeWindt in Steven Spielbergs Kriegsfilm „Der Soldat James Ryan“ (1998) und einer der Freunde des Bräutigams (Christian Slater) in der schwarzen Komödie „Very Bad Things“. Zu den Thrillern, in denen er für Unruhe sorgte, gehören die Mystery-Story „Resurrection - Die Auferstehung“ (1999, mit Christopher Lambert), „Das Urteil - Jeder ist käuflich“ (2003, nach John Grisham), „Twisted - der erste Verdacht“ (2004, mit Ashley Judd) und Russell Mulcahys „Give’em Hell, Malone“ (2009, mit Thomas Jane in der Hauptrolle).

Zu seinen Ehren nannte David Cronenberg die Killer in „A History of Violence“ (2005) Leland Jones und William Orser.

Leland Orser war 1987-1989 mit der britischen Schauspielerin Roma Downey (TV-Serie „Ein Hauch von Himmel“) verheiratet, von der er geschieden ist. Er ist seit 2000 verheiratet mit Schauspielerin Jeanne Tripplehorn („Die Firma“), die neben ihm in John Badhams Thriller „Spuren in den Tod“ (2002) spielte und mit der er einen Sohn hat.

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