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Leben & Werk

Ein kraftvoll-exotisches Familiendrama brachte 1994 Neuseeland als Filmnation wieder ins Gespräch, nachdem der Boom der späten 70er-Jahre erschöpft war. Es handelte sich um „Die letzte Kriegerin“ von Lee Tamahori. Der Film erzählt, wie eine Familie von Maori, den Ureinwohnern des Landes, mit fünf Kindern dahinvegetiert, der gewalttätige Vater seine Männlichkeit mit Fäusten unter Beweis stellt, der Sohn sich einer Straßengang anschließt und die Tochter sich aus Furcht vor dem Vater verkriecht. Mutter Beth versucht, die Familie zusammenzuhalten, scheitert aber und muss erleben, wie sich die Tochter nach einer Vergewaltigung durch einen Freund ihres Mannes erhängt. Beth kehrt zu ihrem Maori-Stamm zurück. Das düstere und schockierend deprimierende Drama löste im Land Debatten und Initiativen aus, veränderte so im positiven Sinn das Selbstverständnis eines Landes und wurde weltweit mit Preisen überschüttet.

Regisseur Lee Tamahori, geboren 1950, begann als Maler und Fotograf, ehe er als Ton- und Regieassistent ins Filmfach wechselte. 1984 inszenierte er den ersten von über 100 Werbespots. Dem Regiedebüt „Die letzte Kriegerin“ folgte in den USA mit „Mulholland Falls – Nach eigenen Regeln“ ein Kriminalfilm über die in den 50er-Jahren agierende und Four Hats genannte Sondereinheit zur Bekämpfung organisierten Verbrechens. Von Nick Nolte angeführt, geraten die Detektive in einen Fall von Mord, Politik und Korruption auf höchster Ebene.

In Zusammenarbeit mit dem Autor und Regisseur David Mamet entstand 1997 „The Edge – Auf Messers Schneide“, ein Survival-Abenteuerfilm um zwei Rivalen (Anthony Hopkins und Alec Baldwin), die in der kanadischen Wildnis mit dem Sportflugzeug abstürzen, sich durchschlagen und gegen einen riesigen Killer-Bären zur Wehr setzen müssen. 2000 inszenierte Tamahori den spannenden Entführungsthriller „Im Netz der Spinne„, in dem sich Morgan Freeman in seinem zweiten Film als Polizeipsychologe Alex Cross ein Katz-und-Maus-Spiel mit dem Entführer einer Senatorentochter liefert.

Seinen bislang größten Erfolg feierte Tamahori 2002 mit dem 20. Bond-Abenteuer „Stirb an einem anderen Tag“, Pierce Brosnans vierter Verkörperung des Geheimagenten. Tamahori legte den Schwerpunkt seines eher düster gehaltenen Films weniger auf Plot und Figuren als auf spektakuläre Actionsequenzen, die sich aneinanderreihen, während Halle Berry als Bond-Girl ihre Reize präsentieren darf. Mit „xXx 2 – The next Level“ gelang Tamahori mit Ice Cube als Vin Diesel-Ersatz eine kommerziell enttäuschende Fortsetzung.

Lee Tamahori nennt als Vorbilder Sam Peckinpah, Sergio Leone, Francis Ford Coppola und Martin Scorsese.

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