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Lee Isaac Chung

Producer • Regisseur • Drehbuchautor • Cutter • Kameramann
Poster
Bekannt aus:
  • Geboren: 19.10.1978 
  • Berufe: Producer, Regisseur, Drehbuchautor, Cutter, Kameramann

Leben & Werk

Als Sohn koreanischer Einwanderer, der auf einer Farm in Arkansas aufwuchs, ist der semi-autobiografische Film „Minari“ von Regisseur und Drehbuchautor Lee Isaac Chung ein Stück Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte.

Am 19. Oktober 1978 in Denver, Colorado geboren, wuchs Lee Isaac Chung zwar in Amerika auf, lebte jedoch dank seiner koreanischen Eltern zugleich in der koreanischen Kultur. Nach dem Schulabschluss führte ihn sein Weg zunächst zu einem Biologie-Studium nach Yale mit dem Ziel, als Arzt zu arbeiten. Sein Abschlussjahr änderte jedoch seine Pläne, als er viele Filme aus aller Welt sichtete und sich entschloss, als Regisseur zu arbeiten.

Nach Filmkursen an der Universität von Utah präsentierte Chung 2007 sein Filmdebüt „Munyurangabo“ beim Filmfestival in Cannes vor begeistertem Publikum. Dafür reiste er gemeinsam mit seiner Frau Valerie Chu nach Ruanda, schrieb und inszenierte vor Ort das Drama mit der Hilfe einiger junger Student*innen. Darin freunden sich zwei Jungs aus verfeindeten Stämmen trotz ihrer Unterschiede aufgrund einer gemeinsamen Tragödie nach dem Genozid in Ruanda im Jahr 1994 an.

Seine beiden folgenden Filme „Lucky Life“ (2010) und „Abigail Harm“ (2012) sind je in den USA angesiedelt und spiegeln ganz unterschiedliche menschliche Dramen wider. Für die Dokumentation „I Have Seen My Last Born“ (2015) kehrte er ein weiteres Mal nach Ruanda zurück und schildert, wie Familien mit dem Genozid 1994 heutzutage umgehen.

Lee Isaac Chungs „Minari“

Nach „I Have Seen My Last Born“ hätte Chung sich beinah von der Filmwelt abgewandt, wollte jedoch einen letzten Film inszenieren. „Minari“ sollte sein persönlichstes Werk werden und ist von seiner eigenen Kindheit auf einer Farm in Arkansas als Sohn einer Immigranten-Familie inspiriert.

Bereits der Erfolg bei der Uraufführung beim Sundance Filmfestival im Januar 2020 gab ihm recht. Nicht nur wurde er mit dem Publikumspreis, sondern auch mit dem Großen Preis der Jury geehrt. Zahlreiche Preise folgten. Die größte Ehre erhielt Lee Isaac Chung mit insgesamt sechs Oscar-Nominierungen 2021, zwei davon gehen auf sein Konto für die Beste Regie und das Beste Drehbuch.

2020 wurde ebenso bekannt gegeben, dass Lee Isaac Chung an der US-Live-Action-Adaption des Anime-Erfolgs „Your Name“ arbeitet, die auf Wunsch des japanischen Anime-Studios Toho in Amerika angesiedelt sein soll.

Filme und Serien

Videos und Bilder

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