Laurence Fishburne

Laurence Fishburne

Leben & Werk

Die coolste Katze im “Matrix”-Universum, der Kriegerprophet Morpheus, ist der Höhepunkt in der Schauspielerkarriere von Laurence Fishburne. Vom Beginn der Dreharbeiten an wusste er, dass “Matrix” die Regeln des Filmemachens neu formulieren würde, dass niemand auf zwanzig Jahre hinaus das genau würde imitieren können. Also nahm er Einfluss auf Morpheus’ die Gesetze der Schwerkraft aufhebenden Martial-Arts-Künste, auf die Art, wie er Neo (Keanu Reeves) die Augen für die virtuellen Realitäten öffnet, und auf den Look seines Helden. Im ersten Teil überzeugt, Neo sei der Erlöser, hält er in “Reloaded” in der Grottenstadt Zion eine flammende Rede, die Hitlers Reichsparteitagsreden, Goebbels Aufruf zum totalen Krieg und Martin Luther Kings Traumvision bündelt. “Matrix” war Fishburnes zweite Erweckung.

Der 1961 in Augusta, Georgia geborene Fishburne, der mit 11 Jahren für eine Soap erstmals vor der Kamera stand, erhielt 1975 mit 14 Jahren bei einem Vorsprechen die Rolle des blutjungen Kanoniers Clean in Francis Ford Coppolas Jahrhundertfilm “Apocalypse Now” und empfand die Dreharbeiten im philippinischen Dschungel als seine Einführung in die Welt. Heute noch erinnert er sich an einen Rettungsflug im Monsun und die Todesgefahren bei den Dreharbeiten, Tage ohne Strom und Wasser. Seitdem ist Fishburnes Reputation ständig gestiegen, mit einer feinen Performance nach der anderen: sein besorgter Vater in John Singletons “Boyz’n’the Hood”, sein erotisch elektrisierender “Othello”, der sich Jago (Kenneth Branagh) wider besseres Wissen ausliefert, der monströs bösartige Ike Turner (Oscar-Nominierung) in dem Tina-Turner-Biopic “What’s Love Got to Do with It“, der Killer-Kronprinz in Abel Ferraras “King of New York“, der Undercover-Agent in der Drogenszene in “Jenseits der weißen Linie“, der Sean Connery einschüchternde Polizeichef eines Südstaatenkaffs in “Im Sumpf des Verbrechens” und der Ex-CIA-Mann in “Bad Company”, der sich in einer Agentur für Erpressung, Bestechung und Mord mit seiner neuen Chefin (Ellen Barkin) ein spannendes und erotisches Duell um Macht, Geld und Einfluss liefert.

Der in New York aufgewachsene Fishburne, in den ersten Filmcredits noch Larry, gab 1999 mit dem Thriller “Once in a Lifetime – Mit aller Härte” sein Regiedebüt. Als Vorbild nennt er Al Pacino, der mit “Der Pate” und “Serpico” die sich bei aller Zwiespältigkeit treu bleibenden schillernden Charaktere eingeführt hat, die Fishburne liebt. In der Generation von Samuel L. Jackson, Wesley Snipes, Danny Glover und Delroy Lindo ist Laurence Fishburne mit dem kantigen Kinn, der Aura von Autorität und der physischen Über-Präsenz von Morpheus eine Ikone des Films geworden.

In Clint Eastwoods preisgekrönten Thriller “Mystic River” spielt er den Polizisten Whitey Powers, der zusammen mit Kollegen Jimmy Markum (Sean Penn) den Mord an dessen Tochter aufklären will. Für seine Darstellung in “Akeelah and the Bee” als Lehrer Larabee erhielt er den Black Movie Award und 2006 in “Bobby” spielt er den Hotelchefkoch Robinson, der sich als Menschfreund erster Klasse präsentiert. Regisseur Emilio Estevez durfte erleben, dass die gesamte Filmbesetzung mit dem Hollywood Film Award ausgezeichnet wurde. Um seinen Partner von der Gefangenschaft aus der Mafia zu erlösen, soll er als Drogenschnüffler Tad Gruzsa in “Let’s Kill Bobby Z” auf einen Tauschhandel eingehen. Regisseur John Herzfeld hat Fishburne, Paul Walker und Jason Lewis (Bobby Z) zur Seite gestellt.

In zweiter Ehe heiratete Laurence Fishburne 2002 die Schauspielerin Gina Torres.

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