Laura Morante

Schauspieler • Sprecher
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Leben & Werk

Elegant, erotisch, eindringlich. Laura Morante gehört zu den Kultdarstellerinnen des italienischen Kinos und zu den schönsten europäischen Schauspielerinnen überhaupt. Auf eine andere Art mit verführerischen Blicken und Gesten wirksam als Monica Bellucci, fällt Morante durch große schwarze Augen, einen hohen schlanken Hals und die unglaublich elegante Körperhaltung auf, in der Stolz und Leidenschaft sich die Waage halten. Was auch von ihrer Ausbildung als klassische Tänzerin herrührt. Der spezielle Charme Morantes liegt in der kultivierten, höflichen, attraktiven, gelegentlich eiskalt distanzierten Strenge ihrer Erscheinung: eine geheimnisvolle Frau, die nie ihre Rätsel preisgeben wird. Selbst in Mutterrollen ist Morante nicht die typisch italienische Mamma, sondern eine gepflegte beherrschte Frau, die 2001 genau zum richtigen Zeitpunkt in ihrer Karriere verdient mit dem David di Donatello (italienischer Oscar) für die Rolle der Mutter in Nanni Morettis „Das Zimmer meines Sohnes“ ausgezeichnet wurde.

Laura Morante hat sich seit ihren Anfängen, als sie von Bernardo Bertolucci entdeckt wurde und als irritierende junge Frau den Käsefabrikanten Ugo Tognazzi in „Die Tragödie eines lächerlichen Mannes“ (1981) aus dem Gleichgewicht brachte, für meist kleinere Produktionen entschieden und damit die Aufmerksamkeit auf Talente wie Gianni Amelio („Ins Herz getroffen“), Eduardo de Gregorio („Verlorene Körper) oder eben Moretti gelenkt, der meist nie mehr als einen Film mit der gleichen Schauspielerin dreht, Morante aber in drei Filmen („Goldene Träume“, 1981, „Bianca“, 1984, und nach einer langen Pause „Das Zimmer meines Sohnes“) einsetzte. Morante arbeitete mit Altmeistern wie Mauro Bolognini („La casa Ricordi“) oder mit Mario Monicelli in der Luigi-Pirandello-Verfilmung „Die zwei Leben des Mattia Pascal“, wo sie auf Marcello Mastroianni traf, oder Nelo Risi, der sie neben Bruno Ganz in „Dem Himmel so fern“ (1988) besetzte. Morante trat in portugiesischen Filmen („Onde bate al sol“), für deutsche Filmemacher (1985 die TV-Mini-Serie „Väter und Söhne von Bernhard Sinkel, mit Burt Lancaster), häufig im italienischen Fernsehen (Gianni Amelios „I Ragazzi di Via Panisperna“, als Frau des Physikers Enrico Fermi) und auf Theaterbühnen auf und war die italienische Stimme von Elastigirl im Animationshit „The Incredibles„.

Laura Morante wurde 1955 in Santa Fiora (Grossetto) geboren und wuchs in einem großbürgerlichen Haus auf, in dem Persönlichkeiten wie Pier Paolo Pasolini oder Alberto Moravia ein und aus gingen, die mit Lauras Tante Elsa Morante, der berühmten Schriftstellerin („La Storia“, verfilmt mit Claudia Cardinale), regen Austausch pflegten. Der Weg zum Film verlief ohne Schauspielausbildung, die Morante war ein Naturtalent.

Nach „Das Zimmer meines Sohnes“, wo sie als Frau von Moretti ein ernstes Gegengewicht zu dessen Ratlosigkeit bildet, erlebte Morante ein zweites Karrierehoch und war in kürzester Zeit als Ballettlehrerin in John Malkovichs Regiedebüt „Der Obrist und die Tänzerin„, in Mike Figgis‘ Experiment „Hotel“, als Kaiser Neros Mutter Agrippinia in „Nero“, in der Familiengeschichte „Ricordati di me“ (für die sie und Bellucci für den David nominiert wurden), als Psychologin im französischen Thriller „Das Imperium der Wölfe„, als Schauspielerin in „Ein perfekter Platz“ und im Ensemble von Alain Resnais „Coeur“ (nach Alan Ayckburns Stück „Private Fears in Public Places“, Venedig 2006) zu sehen.

Außer mit dem David wurde Morante 2005 vom Italienischen Filmkritikerverband für „L’amore è eterno finché dura“ ausgezeichnet.

Laura Morante, die ihr Privatleben vor der Öffentlichkeit geheim hält, hat ein Kind von Georges Claisse und ist seit 2004 mit Francesco Giammatteo verheiratet.

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