Lars Jessen

Producer • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Lars Jessen wurde 2004 mit seinem Kino-Debüt „Am Tag als Bobby Ewing starb“ bekannt. Mit Filmen wie „Dorfpunks“ und „Schimmelreiter“ erwies er sich als Spezialist für norddeutsche „Heimatfilme“ der besonderen Art.

Geboren am 14. April 1969 in Kiel, verbrachte Lars Jessen seine Kindheit in Kiel, Dithmarschen und Meldorf in der norddeutschen Provinz. Bereits während der Schulzeit war Jessen in der Video AG seines Gymnasiums aktiv. Nach der Schule begann er ein Studium der Geschichte, Politik und Philosophie in Köln, das er 1995 mit dem Magistergrad abschloss. Es folgte ein Regievolontariat bei der Serie „Lindenstraße“ und ein Zusatzstudium im Bereich Film/Fernsehen an der Kunsthochschule für Medien in Köln, wo Jessen unter anderem mit Horst Königstein, Alfred Biolek und Istvan Szabo zusammenarbeitete. 1997 beendete Jessen das Studium mit dem Abschlussfilm „Lübke – Eine Suche nach dem Bundespräsidenten Heinrich Lübke“, für den er auch das Drehbuch geschrieben hatte. Nach dem Studium begann Jessen schnell als Fernsehregisseur zu arbeiten und drehte zahlreiche Folgen verschiedener TV-Serien, unter anderem der ARD-Vorabendserie „Großstadtrevier„. Sein Kinodebüt „Am Tag als Bobby Ewing starb“ (2004), für das er gemeinsam mit seinem ehemaligen Studienkollegen Ingo Haeb auch das Drehbuch verfasst hatte, lief auf zahlreichen nationalen und internationalen Festivals. Das wunderbar selbstironische und von vielen persönlichen Erfahrungen des Regisseurs geprägte Porträt einer 80er-Jahre-Landkommune aus Anti-AKW-Bewegten wurde 2005 beim Max Ophüls Filmfestival als „Bester Film“ ausgezeichnet. 2008 verfilmte Jessen Rocko Schamonis Roman „Dorfpunks“ als modernen Heimatfilm und inszenierte nach einem Drehbuch, das er wiederum mit seinem Freund Ingo Haeb gemeinsam verfasst hatte, das Road-Movie „Schimmelreiter“ mit Axel Prahl und Peter Jordan. Daneben arbeitete Jessen weiter für das Fernsehen. So inszenierte er 2008 mit der Kieler Folge „Borowski und die einsamen Herzen“ seinen ersten „Tatort“ und führte Regie bei der ZDF-Beziehungskomödie „Butter bei die Fische„. 2010 warf Jessen in der TV-Komödie „Fischer fischt Frau“ einmal mehr einen genauen Blick auf die norddeutschen Küstenbewohner. Mit der Provinzkomödie „Hochzeitspolka“ mit Christian Ulmen in der Hauptrolle folgte ein weiterer Kinofilm. 2011 führte Jessen die Regie bei der Komödie „Ute, Tasche Vogel“.

Lars Jessen ist verheiratet und hat drei Söhne. Der Filmemacher lebt in Warder bei Hamburg.

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