Léa Seydoux

Schauspieler
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Leben & Werk

Französische Schauspielerin und Goldene-Palme-Preisträgerin. Mit schmollender Schnute, schönen Grimassen und abschätzig frühreifem Blick eroberte Léa Seydoux die französische Filmwelt und räumte 2013 die Goldene Palme in Cannes für ihre Rolle der jungen lesbischen Kunststudentin Emma in Abdellatif Kechiches „Blau ist eine warme Farbe - La vie d’Adèle“ ab. Seitdem wird die Darstellerin mit der Ausstrahlung einer Kindfrau als Mysterium gepriesen. Regisseurinnen wie Rebecca Zlotowski, Ursula Meier und Catherine Breillat und Autorenfilmer wie Benoit Jacquot, Bertrand Bonello und Raul Ruiz buchten die Darstellerin in der Folge für ihre Filme. Seydoux ist als Gymnasiastin so überzeugend wie als Femme fatale, Märchengestalt oder moderne Prinzessin. In Christophe Gans‘ Neuverfilmung des klassischen Märchens „Die Schöne und das Biest“ (2014) ist sie die junge Kaufmannstochter Belle, die das Biest, ein verwunschener Prinz (Vincent Cassel), erlöst.

Léa Hélène Seydoux-Fornier de Clausonne wurde 1985 im vornehmen Pariser Stadtteil Passy als Tochter eines Unternehmers und der Galeristin und Philantropin Valérie Schlumberger in eine reiche, großbürgerlich protestantische Familie geboren. Ihr Großvater war Präsident der Produktionsgesellschaft Pathé, der Onkel Geschäftsführer von Gaumont und der Großonkel Präsident des Fußballvereins OSC Lille. Trotzdem sei sie nicht protegiert worden, sondern als in Kindheit und Jugend einsames Mädchen, das sechs Jahre in den USA ins Summer Camp geschickt wurde, eigene Wege gegangen. Mit 18 Jahren wollte sie filmen, weil sie unglücklich in einen Schauspieler verliebt war und ihn gleichzeitig imitieren und eifersüchtig machen wollte. Sie nahm Privatunterricht, begann, für Luxuswaren zu modeln und gelangte 2006 über das Musikvideo „Ne partons pas fachés“ an ihre erste Filmrolle in der Komödie „Mes copines“, wo sie zum Quartett der verrückten Teenies gehörte.

Es folgten Rollen als Zofe von Asia Argento im Kurtisanendrama „Die letzte Mätresse“ (2006) und als unglücklich verliebte junge Pariser Gymnasiastin Junie in „Das schöne Mädchen“ (2008). In „Lourdes“ (2009) ist sie Helferin des Malteserordens, in „Plein Sud“ die schwangere Léa, die mit dem Bruder durch die Lande zieht, und in „Belle épine“ (2010) eine gelangweilte 16-jährige Diebin, die in die Biker-Szene gerät. In „Winterdieb“ lebt sie von Diebstählen ihres Bruders, gibt sich Männern hin und versinkt in einem Schweizer Skiort in Armut, in „Lebewohl, meine Königin“ (2012) ist sie die stets mies gelaunte Vorleserin von Königin Marie Antoinette, im Biopic „Saint-Laurent“ (2013) die Modedesignerin Loulou de la Falaise. In „Grand Central“ pendelt sie zwischen zwei Männern aus der Atomindustrie.

Im internationalen Kino war Seydoux Milchbauerntochter zu Beginn von Quentin TarantinosInglourious Basterds„, die französische Königin Isabella von Angouleme in Ridley Scotts „Robin Hood“, wurde als Profikillerin in „Mission: Impossible - Phantom Protocol“ von Paula Patton aus dem Fenster geworfen, war Antiquitätenverkäuferin Gabrielle in Woody Allens „Midnight in Paris“ und Hotelzofe in Wes Andersons „Grand Budapest Hotel“ (2014). 2015 ist sie in der Sci-Fi-Romanze „The Lobster“ mit Colin Farrell und Rachel Weisz zu sehen, und in Benoit Jacquots Neuverfilmung von „Tagebuch einer Kammerzofe“ muss sie dem mächtigen Vorbild von Jeanne Moreau aus der 1964er-Version standhalten.

Léa Seydoux war viermal für den César nominiert, gewann 2009 für „Das schöne Mädchen“ den Chopard-Preis und 2013 den Prix Lumière für „Blau ist eine warme Farbe“ und „Grand Central“.

Léa Seydoux über ihre Motivation: „Mich interessieren wirklich nur Figuren, die sich im Überlebenskampf befinden.“ An ihrer Traumgeburtstagsparty sollen Friedrich Nietzsche, Michael Jackson, Charlie Chaplin, Maria Callas und Serge Gainsbourg teilnehmen.

Léa Seydoux war auf Covern von Vanity Fair, W und Vogue und Teil einer Prada-Kampagne.

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