Kurt Raab

Schauspieler • Regisseur • Drehbuchautor • Filmausstatter
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Leben & Werk

Sein Name ist untrennbar mit Rainer Werner Fassbinder verbunden, in dessen Filmen er als Schauspieler auftrat und auch als Autor und Ausstatter tätig war. Kurt Raab (1941-1988) verkörperte idealtypisch den Klein- und Spießbürger und eigenbrötlerische Außenseiter, die nur scheinbar in Milieu, Familie und Freundeskreis integriert sind. Seine drei Hauptrollen in RWF-Filmen sind „Warum läuft Herr R. Amok?“ (1970), wo er urplötzlich durchdreht und Frau, Kind und die zufällig zu Besuch weilende Nachbarin umbringt und sich selbst in der Toilette erhängt. In „Satansbraten“ (1976) tyrannisiert er als „Dichter der Revolution“ seine Umwelt, in „Bolwieser“ (1977) zerbricht er als oberbayerischer Bahnhofsvorsteher, weil er den Bedürfnissen seiner Frau (Elisabeth Trissenaar) nicht genügt.

Im Umfeld von RWF entstand 1972 der von Raab heimlich geschriebene und auf Drängen Fassbinders mit ihm in der Hauptrolle besetzte Film „Zärtlichkeit der Wölfe“, eine poetische Studie des Massenmörders Haarmann.

Kurt Raab wurde 1941 in Bergreichenstein im Sudetenland geboren, besuchte das musische Gymnasium in Straubing und studierte Musik in München. Über Gelegenheitsjobs kam er als Ausstatter zum Fernsehen und dann zu RWF ans „Action Theater“, wo er auch als Kassierer arbeitete. Raab trat in rund 50 Filmen auf, inszenierte den Trash-Kultfilm „Die Insel der blutigen Plantage“ (1982, mit Barbara Valentin und Udo Kier) und wurde für die Ausstattung von „Whity“ (1971, RWF) mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet.

Raab war einer der Ersten, der seine Aids-Krankheit öffentlich machte. Er starb am 28. Juni 1988 im Tropeninstitut von Hamburg. Über seinen Todeskampf liegt der 47-minütige Videofilm „Sehnsucht nach Sodom“ vor, den er zusammen mit Hanno Baethe und Hans Hirschmüller realisierte.

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