Klaus Maria Brandauer

Schauspieler • Sprecher • Regisseur • Drehbuchautor
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Leben & Werk

Er sorgte für eine Sternstunde der deutschen Schauspielkunst im Film, als er in Istvan Szábos Klaus-Mann-Verfilmung „Mephisto“ den an Gustaf Gründgens angelehnten Schauspieler Hendrik Höfgen verkörperte, der es von der Provinz zum gefeierten Starschauspieler und zur Intendanz des Berliner Staatstheaters schafft. Höfgens Prämisse, von allen geliebt zu werden, lässt ihn politische und moralische Zweifel über Bord werfen. Klaus Maria Brandauer spielte den Künstler zwischen Macht, Politik und Kunst in einer Tour de Force zwischen Spielsucht und Gefallsucht.

Brandauer, geboren 1944 im österreichischen Altaussee, hatte es auf dem Theater bis zur Wiener Burg gebracht. Im Film debütierte er 1971 mit dem Spionagefilm „Top Secret“. Nach dem „Mephisto“-Erfolg war Brandauer als Emilio Largo der Gegner des Geheimagenten James Bond (Sean Connery) in „Sag niemals nie“ und drehte mit Istvan Szábo die beiden folgenden Teile der „deutschen Trilogie“: Als „Oberst Redl“ war er der Abwehrchef der K.u.K.-Monarchie, der zum Selbstmord getrieben wird, und in „Hanussen“ spielte er den Hellseher, dessen Karriere mit den Nazis endet. Deutschen Themen blieb Brandauer mit Bernhard Wickis „Das Spinnennetz„, wo er den von den Nazis ermordeten Doppelspion Benjamin Lenz spielte, und mit seinem Regiedebüt „Georg Elser“, wo er als Titelheld ein Attentat auf Hitler vorbereitet und von den Nazis ermordet wird, treu.

Brandauer inszenierte als zweiten Spielfilm die Thomas-Mann-Verfilmung „Mario und der Zauberer“ mit Julian Sands als Alter Ego des Autors, und spielte selbst den titelgebenden Zauberer. International war Brandauer als Baron und Ehemann von Meryl Streep in Sydney Pollacks Welterfolg „Jenseits von Afrika“ zu sehen, als Trapper in der Jack-London-Verfilmung „Wolfsblut“ sowie als sowjetischer Schriftsteller unter Bewachung in der John-Le-Carré-Verfilmung „Das Russland-Haus“.

2000 war er in der Titelrolle von Charles Mattons detailreichen Historienfilm „Rembrandt“ zu sehen. Seine vierte Regiearbeit, „Die Wand“, mit Corinna Harfouch in der Hauptrolle, basierte auf dem Drehbuch seiner 1992 verstorbenen Ehefrau Karin Brandauer. Danach war er gewohnt raumgreifend als Jan Jedermann in „Jedermanns Fest“ unter der Regie von Fritz Lehner und mit Juliette Gréco als Yvonne Becker zu sehen. Der Zweiteiler „Im Visier des Bösen“ mit Kameramann Florian Ballhaus wurde von Giacomo Battiato inszeniert. Als Dr. Gregor Lämmle, der den Zugangscode zu einem Schweizer Konto herausfinden muss, gerät er in die Machenschaften der Gestapo. Brandauer, der 2003 den Bambi erhalten hat, war nach Auftritten in „Zwischen Fremden„, „Perlasca, un eroe italiano“ und „Poem“ 2006 in der Rolle des Kaiser Franz-Joseph in „Kronprinz Rudolf“ zu bewundern. Für das opulente Historienepos engagierte Regisseur Robert Dornhelm u.a. Omar Sharif, Vittoria Puccini und Max von Thun.

Trotzdem Klaus Maria Brandauers Liebe aber auch weiterhin hauptsächlich dem Theater gilt, war er auch im Fernsehen zu sehen, unter anderem als Nero in der Serie „Quo Vadis“. Der Schauspieler war mit der österreichischen Regisseurin Karin Brandauer (1943-1992, „Marleneken“, „Der Weg ins Freie“, „Einstweilen wird es Mittag“) verheiratet.

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