Während Joko Winterscheidt aktuell damit beschäftigt ist, seine neue Zeitschrift an den Mann zu bringen, versucht sich sein Kompagnon Klaas Heufer-Umlauf am wohl schwierigsten Unterhaltungsformat der deutschen Fernsehlandschaft. Entsprechend hat seine neue Late Night Show zu kämpfen, wie aktuelle Zahlen belegen.

Was in den USA so gut wie immer funktioniert konnte sich im deutschen Fernsehen bislang nie richtig durchsetzen. Hierzulande ist es selbst dem großen Thomas Gottschalk nicht gelungen, eine echte Late Night Show zu etablieren. Der einzige Moderator, der zu später Stunde wirklich zur Höchstform auflief war Harald Schmidt, doch auch Dirty Harry sendete letztlich nur für einen erlesenen Kreis williger Jünger und nicht für die Massen. Die gehen auch 2018 gern zeitig ins Bett, wie die Zahlen von „Late Night Berlin“ offen legen.

Bei der Premiere von „Late Night Berlin“ schalteten insgesamt 750.000 Zuschauer ein, was zwar kein überragender Erfolg ist, für die Sendezeit um 23 Uhr im deutschen Fernsehen allerdings keinesfalls beschämend. Der Marktanteil in der weberelevanten Zielgruppe betrug gar 12,1 Prozent, was über dem Durchschnitt von ProSieben liegt.

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Marktanteil geht zurück: Klaas Heufer-Umlauf kann von starkem Vorlauf nicht profitieren

In der zweiten Ausgabe fiel die Zuschauerzahl insgesamt auf 700 000 Menschen, doch beim Marktanteil in der Zielgruppe wiegt der Verlust deutlich schwerer. Bei den 14- bis 49-Jährigen konnte nur noch ein Marktanteil von 10,7 Prozent gemessen werden, was einen klaren Trend nach unten aufzeigt, wie die Kollegen von DWDL ermittelt haben. Dabei fällt besonders auf, dass Klaas Heufer-Umlauf von dem traditionell starken Montagabend auf ProSieben mit den Serien-Krachern „The Big Bang Theory“ und „Young Sheldon“ nicht profitieren kann.

Wenn die Ausstrahlung der neuen Episoden der Comedy-Serien abgeschlossen ist und nur noch Wiederholungen gesendet werden, fällt der starke Vorlauf für Klaas Heufer-Umlauf generell weg, was weitere und dann auch schlimmere Einbußen zur Folge haben könnte. So lange die Zahlen ungefähr im aktuellen Rahmen bleiben, brauchen sich Fans der neuen Show keine Sorgen zu machen, kommt es aber zu einem gravierenderen Abfall könnte sich „Late Night Berlin“ zum waschechten Flop entwickeln, was die Zukunft des neuen Formates offen lässt.

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