Kirk Douglas

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Leben & Werk

Draufgänger mit breitem, zynischen oder spöttischen Lachen, ist der 1916 in einem Unterschichtviertel von New York geborene Kirk Douglas (eig. Issur Danielovitch) einer der vielseitigsten Hollywood-Schauspieler und Begründer einer Dynastie, zu der sein noch erfolgreicherer Sohn Michael gehört. Douglas, mit dem markanten Kinn prädestiniert für energiegeladene Charaktere, war Westernheld, Boxer, Rebell, Matrose, Soldat und spielte in mehreren Filmen an der Seite seines Freundes Burt Lancaster, zuletzt in dem nostalgischen Gaunerstück „Archie und Harry – Sie können’s nicht lassen“ (1986). Douglas‘ Figuren scheinen stets zu explodieren, in vielen Filmen stehen sie am Rande des Wahnsinns, immer scheint sie ein unbezwingbarer Drang, eine nicht zu beherrschende Leidenschaft zu treiben, die sie unberechenbar und gefährlich macht.

Douglas debütierte in den Films noirs der 40er („Goldenes Gift“). Er war Billy Wilders „Reporter des Satans“ und Trapper in „The Big Sky„, der mythische griechische Abenteurer in „Die Fahrten des Odysseus“ und rebellierender Sklavenführer in Stanley Kubricks „Spartakus“, Doc Holliday in „Zwei rechnen ab“ (mit Lancaster als Wyatt Earp), der dämonische Wikinger in „Die Wikinger“, der den Seehund küssende Matrose in „20000 Meilen unter dem Meer“ und der sich verzehrende Maler Vincent Van Gogh in Vincente Minnellis „Ein Leben in Leidenschaft“ (1957). Die Filmproduzenten in „Stadt der Verlorenen“ und „Zwei Wochen in einer anderen Stadt“ (beide von Minnelli), der Oberst in Kubricks „Wege zum Ruhm“ (wie „Spartakus“ von Douglas produziert) und der Schriftsteller in Elia Kazans „Das Arrangement“ gehören zu seinen bleibenden Rollen.

Erst 1996 erhielt Kirk Douglas den Ehren-Oscar. Seine Memoiren („Weg zum Ruhm“) erschienen 1988. Er schrieb zwei Romane. 1991 überlebte er einen Hubschrauberabsturz aus 15 Metern Höhe. In „Diamonds“ demonstrierte er 1999, dass er auch nach 55 Jahren Leinwandpräsenz nichts von seinem Charme eingebüßt hat. In diesem Film spielte er erneut mit seiner alten Freundin Lauren Bacall zusammen, mit der er einst in „Der Mann ihrer Träume“ gemeinsam auftrat. 2003 war er in „Es bleibt in der Familie“ erstmals mit Sohn Michael auf der Leinwand zu sehen. In der schwarzhumorigen Familienkomödie spielte Kirk den New Yorker Patriarchen Gromberg, der auf seine alten Tage gerne alle Mitglieder seines zerstrittenen Clans an einen Tisch bringen möchte. Mit von der Partie waren außerdem Michaels Mutter Diana sowie sein Sohn Cameron.

Auf den internationalen Filmfestspielen in Berlin 2001 wurde Kirk Douglas eine Hommage gewidmet, außerdem bekam er den Goldenen Bären für sein Lebenswerk.

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