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King Hu


Die Choreografie der Kampfszenen in seinen Filmen ist einer der ästhetischen Genüsse im Werk des chinesischen Regisseurs King Hu (1931 - 1997), der als Meisterregisseur Vorbild für Filmemacher wie Tsui Hark, John Woo und Johnny To wurde. Hus Filme spielen allerdings ausnahmslos in der Vergangenheit, sind also Historienfilme, die von der Literatur, der chinesischen Geschichte und Sagen geprägt sind. Im Bereich der...

Bekannt aus:
  • Geboren: 29.04.1931 in Peking  China
  • Gestorben: 14.01.1997
  • Berufe: Regisseur, Drehbuchautor, Cutter

Leben & Werk

Die Choreografie der Kampfszenen in seinen Filmen ist einer der ästhetischen Genüsse im Werk des chinesischen Regisseurs King Hu (1931 - 1997), der als Meisterregisseur Vorbild für Filmemacher wie Tsui Hark, John Woo und Johnny To wurde. Hus Filme spielen allerdings ausnahmslos in der Vergangenheit, sind also Historienfilme, die von der Literatur, der chinesischen Geschichte und Sagen geprägt sind. Im Bereich der Martial Arts sind seine Schwertkampffilme geprägt von Eleganz und Akrobatik, schwereloser Technik und atemberaubender Schnelligkeit, die durch die Montage kongenial unterstützt wird. Hu wurde in Peking geboren, besuchte 1949 Hongkong und wurde durch die Schließung der Grenze zu Rotchina gezwungen, in Hongkong zu bleiben. Er arbeitete für mehrere Filmgesellschaften, bis er schließlich im Studio der Shaw Brothers angestellt wurde, das den Markt beherrschte und im Schichtbetrieb mit Akkordarbeit Filme produzierte. Dort konnte er 1965 seine erste Regiearbeit vorlegen. Hu fiel auf, wie wenig ästhetisch die meisten Kampftechniken waren, und so feilte er von Film zu Film an der Vervollkommnung eines Stils, der die Leichtigkeit und die Kunstfertigkeit der Kämpfe demonstrieren sollte. Außerdem gelang es ihm, intelligente Dialoge in den Eastern einzubringen, so dass er auf Jahre das Genre prägte. Ein erstes Beispiel seiner Kunst fand sich in „Die Herberge zum Drachentor“ (1967), einem vielfach imitierten Film, der hauptsächlich in der titelgebenden Schenke spielt, den Schauplatz mitchoreografiert und Elemente des Tanzes und der Peking-Oper in die Ränkespiele einbezieht. Hus Filme bestechen durch ihren Detailreichtum, die Authentizität von Bauten und Kostümen und die Sorgfalt der Inszenierung. 1970 legte er mit „Regen in den Bergen“ ein dreistündiges Meisterwerk vor, dessen Szenen im Regenwald Maßstab bleiben und eine in diesem Genre seltene Poesie besitzen, die erstmals wieder Ang Lee mit „Crouching Tiger, Hidden Dragon“ (2000) erreichte - von Momenten in den „Chinese Ghost Story“-Filmen abgesehen. In „Die Mutigen“ (1974) finden erstmals Schwertkämpfe auf Piratenschiffen statt. Zu Hus weiteren Meisterwerken gehören „Der letzte Kampf des Lee Khan“ und „Ein Hauch von Zen„. In den 90er Jahren war Hu bereits gesundheitlich angeschlagen, weshalb sein vorletzter Film „Swordsman - Meister der Schwertes“ mit zwei Co-Regisseuren - einer ist Tsui Hark - entstand. Dennoch sind zumindest künstlerisch keine Schwächen in dem Film um eine geheimnisvolle Herberge, eine Zauberin, die Schlangen aus den Ärmeln schießen lässt, und einem Rache suchenden Schwertkämpfer, zu erkennen. In Hus Filmen, auch das wurde imitiert, wechseln reale Situationen häufig mit surrealen, übernatürlichen und fantastischen Szenen ab.

Filme und Serien

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